Aktienrückkäufe auf der einen Seite, ausgebaute Leerverkaufspositionen auf der anderen — bei Energiekontor läuft ein stilles Kräftemessen zwischen Management und institutionellen Short-Sellern. Zwei Termine in den kommenden Wochen könnten das Gleichgewicht verschieben.
Rückkaufprogramm nähert sich der Zielmarke
Das laufende Rückkaufprogramm läuft bis spätestens 30. Juni 2026. Bis April hatte Energiekontor bereits über 47.300 eigene Anteile eingezogen — von maximal 80.000 Aktien, die das Unternehmen für bis zu 9,0 Millionen Euro zurückkaufen will. Das Programm ist damit gut zur Hälfte abgearbeitet.
Das Management signalisiert damit, dass die aktuelle Bewertung die Substanz des Unternehmens nicht angemessen widerspiegelt. Der Kurs liegt bei 40,20 Euro — knapp vier Prozent über dem 200-Tage-Durchschnitt, den die Aktie erst Ende April von unten nach oben gekreuzt hat.
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Short-Seller bauen Positionen aus
Trotz der Rückkäufe erhöhen institutionelle Leerverkäufer den Gegendruck. Acadian Asset Management hält mittlerweile 1,41 Prozent der Anteile leer, Qube und Voleon sind ebenfalls auf der Short-Seite aktiv. Ihr Argument liegt auf der Hand: Energiekontor als Projektentwickler für erneuerbare Energien ist abhängig von Genehmigungsverfahren, Finanzierungskosten und regulatorischen Rahmenbedingungen — ein Umfeld, das derzeit wenig Planungssicherheit bietet.
Für Short-Seller wird das Halten dieser Positionen allerdings teurer, wenn Rückkäufe den Streubesitz verknappen und eine höhere Dividende die Leihkosten treibt.
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Operative Zahlen und anstehende Termine
Operativ liefert das Unternehmen solide Fortschritte. 21 Projekte mit 640 Megawatt befinden sich im Bau oder haben den Financial Close erreicht — gegenüber 368 Megawatt im Jahr 2024. Die Projektpipeline wuchs auf 12,2 Gigawatt. Bis 2028 will Energiekontor den Eigenparkbestand auf 650 bis 680 Megawatt ausbauen, allein 2026 sollen mehr als 120 Megawatt ans Netz gehen.
Zwei Termine setzen nun den Takt: Am 13. Mai folgt die Zwischenmitteilung zum ersten Quartal 2026. Zwei Wochen später, am 27. Mai, entscheidet die Hauptversammlung über die vorgeschlagene Dividende von 1,00 Euro je Aktie — doppelt so viel wie im Vorjahr. Stimmen die Aktionäre zu, steigt der Druck auf Short-Positionen weiter. Das langfristige EBT-Ziel von 120 Millionen Euro für 2028 bleibt unterdessen unverändert bestehen.
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