Entain kann eine langjährige Baustelle schließen. Die britische Finanzaufsicht FRC hat das Untersuchungsverfahren zur Bilanzprüfung 2022 ohne Sanktionen eingestellt. Damit verschwindet ein bedeutendes regulatorisches Risiko vom Radar, während der Konzern gleichzeitig mit massiven Steuererhöhungen im Heimatmarkt konfrontiert wird.
Keine Sanktionen durch die FRC
Die Entscheidung der Aufsichtsbehörde fiel am Donnerstag. Nach einer intensiven Prüfung der Rechnungslegung für das Geschäftsjahr 2022 sieht der Exekutivrat keine Basis für weitere Maßnahmen gegen Entain oder die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG. Hintergrund waren frühere Unregelmäßigkeiten bei Geschäftsaktivitäten in der Türkei, für die das Unternehmen bereits in der Vergangenheit hohe Vergleichszahlungen geleistet hatte. Mit dem Abschluss der Untersuchung fällt ein wesentlicher Bremsklotz für das Vertrauen der Investoren weg.
Kapitalmaßnahme und Steuerdruck
Parallel zur juristischen Entspannung meldete das Unternehmen die Ausgabe von 306.157 neuen Stammaktien. Diese dienen der Bedienung von Mitarbeiterprogrammen wie dem Sharesave-Plan und langfristigen Anreizmodellen. Während solche Emissionen zum operativen Standard gehören, wiegt eine andere Entwicklung schwerer: Seit Monatsbeginn greift in Großbritannien eine deutliche Erhöhung der Online-Glücksspielsteuer auf bis zu 40 Prozent.
Das Management versucht, diesen Kostenschub durch Effizienzsteigerungen abzufedern. Im laufenden Jahr sollen so 25 Prozent der Mehrbelastung kompensiert werden, ab 2027 ist eine Quote von über 50 Prozent geplant. Das internationale Online-Wachstum außerhalb der USA, das für 2026 zwischen 5 und 7 Prozent prognostiziert wird, spielt hierbei eine Schlüsselrolle für die künftigen Margen.
Termine im April
Die nächsten Wochen liefern konkrete Datenpunkte für die Bewertung dieser Strategie.
– 16. April: Veröffentlichung des Trading Updates für das erste Quartal. Hier zeigt sich, wie stabil die Volumina im Vorfeld der Steuerumstellung geblieben sind.
– 29. April: Ordentliche Hauptversammlung in London. Neben den üblichen Entlastungen stehen Anpassungen der Satzung zur Modernisierung der Corporate Governance auf der Agenda.
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