EQT Aktie: 3,2-Milliarden-Deal läutet neue Ära ein

Der schwedische Private-Markets-Riese EQT steigt mit der Übernahme von Coller Capital in das wachsende Zweitmarktgeschäft ein. Die Transaktion wird durch eine Aktienausgabe finanziert und soll die operativen Gewinne steigern.

EQT AB Aktie
Kurz & knapp:
  • Übernahme für 3,2 Milliarden US-Dollar abgeschlossen
  • Finanzierung erfolgt größtenteils über neue Aktien
  • Einstieg in den boomenden Zweitmarkt für Private Equity
  • Deal soll operative Gewinne von EQT steigern

Der schwedische Private-Markets-Riese EQT hat am 22. Januar 2026 einen Paukenschlag gesetzt: Für 3,2 Milliarden US-Dollar übernimmt das Unternehmen Coller Capital – und steigt damit ins boomende Geschäft mit Zweitmarkt-Transaktionen ein. Die Finanzierung erfolgt hauptsächlich über neu ausgegebene Aktien, was rund 7 Prozent Verwässerung bedeutet. Hinzu kommt eine erfolgsabhängige Zahlung von bis zu 500 Millionen Dollar in bar.

Warum dieser Schritt jetzt?

Der Zweitmarkt für Private-Equity-Anteile explodiert regelrecht. 2025 schnellte das Transaktionsvolumen um 41 Prozent auf 226 Milliarden Dollar nach oben. Bis 2030 soll sich der Markt mehr als verdoppeln. EQT-Chef Per Franzén sieht darin die logische Konsequenz: „Wir können die Größe von Collers Geschäft in weniger als vier Jahren verdoppeln.“

Coller Capital verwaltet knapp 50 Milliarden Dollar und gilt als Pionier im Secondaries-Geschäft. Seit der Gründung 1990 hat die Firma einen erstklassigen Ruf aufgebaut – mit konsistent starker Performance im ersten Quartil der Vergleichsgruppe. Das Team von 330 Profis, davon 77 Investment-Spezialisten, sitzt in 11 Büros weltweit.

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Die Zahlen sprechen eine klare Sprache

Was bringt der Deal konkret? Die verwalteten Vermögen von Coller stiegen 2025 um satte 53 Prozent auf 33 Milliarden Dollar. Die gebührenbezogenen Erträge schossen um 65 Prozent auf 330 Millionen Dollar nach oben. Das operative Ergebnis (Fee-related EBITDA) verdoppelte sich nahezu auf 145 Millionen Dollar – bei einer Marge von 44 Prozent.

Für 2026 rechnet EQT mit weiterem Wachstum: Coller soll dann rund 40 Milliarden Dollar verwalten und 350 bis 375 Millionen Dollar an gebührenbezogenen Umsätzen generieren. Die operative Marge könnte auf 50 Prozent klettern. Der Deal soll EQTs operative Gewinne im mittleren einstelligen Prozentbereich steigern.

Aktienausgabe und Lock-up-Vereinbarungen

Die Aktionäre bekommen die Verwässerung zu spüren: EQT gibt rund 81 Millionen neue Aktien zu einem festen Preis von 355 schwedischen Kronen aus. Zum Vergleich – die Aktie notiert derzeit deutlich über diesem Niveau. Coller-Gründer Jeremy Coller erhält 72 Prozent der Basisvergütung und verpflichtet sich, 60 Prozent seiner Aktien in drei Tranchen bis 2030 zu halten.

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State Street, bisher Minderheitsaktionär bei Coller, wird nun EQT-Aktionär. Die strategische Partnerschaft mit dem US-Finanzriesen bleibt bestehen und soll die globale Vertriebsplattform weiter stärken.

Gegensatz zur operativen Entwicklung

Während EQT die Zukunft plant, zeigen die aktuellen Zahlen eine andere Realität: Im zweiten Halbjahr 2025 sackte der Gewinn auf 382 Millionen Euro ab – ein Rückgang von 23 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Gewinn je Aktie fiel von 0,418 auf 0,325 Euro. Die Erlöse gingen um 4,3 Prozent auf 1,36 Milliarden Euro zurück.

Der Abschluss der Transaktion ist für das dritte Quartal 2026 geplant. Sollte der Deal nicht bis zur Hauptversammlung am 12. Mai 2026 über die Bühne gehen, braucht EQT noch die Zustimmung der Aktionäre für die Kapitalerhöhung. Coller wird unter der Marke „Coller EQT“ als eigenständige Plattform weiterlaufen – mit Jeremy Coller als Chef, der direkt an Franzén berichtet.

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