Equinor hat am Dienstag den Kauf von 265.300 eigenen Aktien gemeldet. Die Transaktionen gehören zur vierten Rückkauftranche des Unternehmens und wurden am 29. und 30. Oktober ausgeführt.

Rückkäufe und Dividende

Die vor rund zwei Wochen angekündigte Tranche umfasst bis zu US$1,125 Milliarden. Sie läuft spätestens bis zum 1. Februar 2027. Die gemeldeten Käufe sind Teil dieses Programms.

Zusammen mit den Ergebnissen für das dritte Quartal 2026 genehmigte Equinor am 28. Oktober außerdem eine Quartalsdividende von US$0,39 je Aktie.

Bei derselben Ergebnisvorlage hob das Unternehmen seine Prognose für das Wachstum der Öl- und Gasproduktion im Gesamtjahr 2026 an. Statt zuvor 3% erwartet Equinor ungefähr 4%. Damit erhöhte das Unternehmen den Produktionsausblick zusammen mit der Entscheidung über weitere Ausschüttungen an die Aktionäre.

Produktionsausblick trifft auf Visund-Ausfall

Als operativer Kontext kommt der Produktionsstopp auf der Plattform Visund hinzu. Nach einem Brand in einem elektrischen System stellte Equinor dort die Förderung ein. Betroffen ist eine Gasexportkapazität von 13,2 Millionen Kubikmetern pro Tag.

Reuters berichtete gestern, dass die Plattform voraussichtlich bis zum 16. November außer Betrieb bleiben soll. Dieser Zeitplan steht unter Änderungsvorbehalt.

Auch die Analysteneinschätzung von Morgan Stanley fiel vorsichtiger aus: Das Haus stufte Equinor am Donnerstag von „Gleichgewichten“ auf „Untergewichten“ ab. Das Kursziel setzte es auf NOK 375.

Die Rückkauftranche hat dagegen einen längeren Zeithorizont als der angekündigte Stillstand auf Visund: Für sie bleibt der 1. Februar 2027 der späteste Endtermin.