Der geopolitische Preisschub hat Equinor in kurzer Zeit zu einem der auffälligsten Werte an den europäischen Energiemärkten gemacht. Nach einem iranischen Angriff auf Katars LNG-Infrastruktur, der einen erheblichen Teil der globalen Flüssiggas-Produktion lahmlegte, schoss die Aktie in die Höhe. Am 23. März folgte der Rücksetzer — ein Kursrückgang von 6,7 % an einem einzigen Handelstag.
Geopolitik als Kurstreiber
Der Auslöser für den vorangegangenen Höhenflug war eindeutig: Die Schließung der Straße von Hormus durch den Iran sowie Angriffe auf regionale Energieinfrastruktur ließen die Gaspreise sprunghaft steigen. Als führender Gaslieferant für Europa rückte Equinor damit direkt in den Fokus der Investoren. Innerhalb eines Monats legte die Aktie an der Osloer Börse rund 44 % zu, über drei Monate sogar mehr als 70 %.
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Dieser Anstieg hat jedoch auch Bewertungsfragen aufgeworfen. Vor dem Rücksetzer notierte die Aktie bei rund NOK 394,90 — deutlich über dem Analysten-Kursziel von NOK 279,57. Diese Lücke zwischen Marktpreis und Konsenserwartung dürfte den Verkaufsdruck mitbefeuert haben.
Solide Basis, laufendes Rückkaufprogramm
Losgelöst von der geopolitischen Dynamik lieferte Equinor für 2025 starke operative Zahlen: Das bereinigte Betriebsergebnis lag bei 27,6 Milliarden US-Dollar, die Eigenkapitalproduktion stieg um 3,4 % auf 2.137 Tausend Barrel Öläquivalent pro Tag — der höchste Wert auf dem norwegischen Festlandsockel seit mehr als 15 Jahren. Die Kapitalrendite erreichte 14,5 %.
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Gleichzeitig läuft noch bis Ende März ein Aktienrückkaufprogramm, im Rahmen dessen Equinor zwischen dem 9. und 12. März 420.020 eigene Aktien zu durchschnittlich NOK 320,57 zurückgekauft hat. Für 2026 hat der Vorstand ein Gesamtvolumen von bis zu 1,5 Milliarden US-Dollar genehmigt — ob eine zweite Tranche unter den aktuellen Rohstoffpreisbedingungen aktiviert wird, bleibt offen.
Was als Nächstes zählt
Equinor peilt für 2026 ein Produktionswachstum von rund 3 % an und will die Förderkosten auf 6 US-Dollar je Barrel senken. Der nächste Analystencall ist für den 6. Mai 2026 angesetzt — dann dürfte sich zeigen, ob das Management die Bewertungsfrage mit konkreten Zahlen adressieren kann.
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