Equinor verdoppelt sein Engagement in Brasilien. Innerhalb von nur zwei Tagen hat der norwegische Energiekonzern sowohl den Startschuss für sein bislang größtes internationales Investitionsprojekt gegeben als auch eine neue Windanlage übernommen. Das Timing ist kein Zufall — Brasilien entwickelt sich zum zentralen Wachstumsmarkt der Konzernstrategie.
Milliardenprojekt vor der Küste
Am 24. März begann Equinor mit den Bohrarbeiten für das Raia-Gasprojekt im Campos-Becken, rund 200 Kilometer vor der brasilianischen Küste. Das Projekt gilt mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von rund 9 Milliarden US-Dollar als die größte internationale Einzelinvestition in der Unternehmensgeschichte.
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Geplant ist eine schwimmende Produktions- und Speichereinheit, von der aus Gas per Pipeline an einen Terminal im Bundesstaat Rio de Janeiro geliefert wird. Ab 2028 soll Raia bis zu 15 Prozent des brasilianischen Erdgasbedarfs decken. Bemerkenswert ist auch die CO₂-Bilanz: Mit einer geplanten Emissionsintensität von rund 6 kg pro Barrel liegt die Anlage deutlich unter dem Branchendurchschnitt von 17 kg. Equinor hält einen Betriebsanteil von 35 Prozent, die Partner Repsol Sinopec Brasil und Petrobras halten 35 bzw. 30 Prozent.
Windkraft als zweites Standbein
Einen Tag zuvor, am 23. März, übernahm Equinors Tochtergesellschaft Rio Energy den baureif entwickelten Windkomplex Esquina do Vento mit einer Kapazität von 230 Megawatt vom Turbinenhersteller Vestas. Die 51-Anlagen-Anlage im Bundesstaat Rio Grande do Norte soll ab 2028 in Betrieb gehen — der Baubeginn ist für das zweite Quartal 2026 geplant. Das Projekt soll laut Unternehmensangaben zweistellige Projektrenditen erzielen und jährlich rund eine Terawattstunde Strom erzeugen.
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Kurs nahe am Jahreshoch
Die Aktie hat in den vergangenen Wochen erheblich zugelegt und notiert aktuell mit 35,73 Euro nahe ihrem 52-Wochen-Hoch. Die Bewertungsfrage bleibt dabei offen: Während einzelne Discounted-Cashflow-Modelle auf einen Abschlag zum inneren Wert hindeuten, sehen andere Bewertungsansätze die Aktie als überbewertet. Analysten sind gespalten — zuletzt gab es sowohl Hochstufungen auf „Strong Buy“ als auch Abstufungen auf „Hold“.
Mit dem simultanen Vorantreiben von Öl- und Gasproduktion sowie erneuerbaren Energien in Brasilien setzt Equinor auf ein Modell, das beide Energiewelten verbindet. Ob die Raia-Produktion ab 2028 wie geplant anläuft, wird maßgeblich darüber entscheiden, ob das 9-Milliarden-Dollar-Engagement seinen Erwartungswert einlöst.
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