Equinor sichert die europäische Gasversorgung langfristig ab. Der norwegische Energiekonzern hat das Investitionsprojekt „TWIN“ offiziell genehmigt. Es geht um Milliardeninvestitionen in eines der wichtigsten Gasfelder des Kontinents.

Milliarden für das Troll-Feld

Das Vorhaben zielt auf die nördliche Zone des Troll-West-Gebiets ab. Dieses Feld ist für Europa systemrelevant. Es deckt aktuell rund zehn Prozent des europäischen Gasbedarfs. In dem Areal lagern etwa 40 Prozent der norwegischen Gasreserven.

Das Konsortium investiert mehr als vier Milliarden Norwegische Kronen. Das entspricht rund 390 Millionen US-Dollar. Equinor setzt auf zwei neue Unterwasser-Bohrlochanlagen. Diese werden direkt an die vorhandene Infrastruktur angeschlossen.

Die Partner planen den Produktionsstart für das Jahr 2028. Das Ziel ist die Förderung von zusätzlich elf Milliarden Kubikmetern Gas. Um Emissionen zu senken, nutzt die Anlage Strom vom Festland. Neben Equinor sind Petoro und Shell beteiligt. Auch TotalEnergies und ConocoPhillips gehören zum Konsortium.

Fokus auf Effizienz

Die Strategie hinter TWIN folgt einem klaren Muster. Equinor priorisiert Projekte mit hoher Effizienz und kurzen Wegen. Die Anbindung an bestehende Plattformen senkt die Entwicklungskosten massiv. Das Management will so die Rendite aus etablierten Vorkommen maximieren.

Parallel zum operativen Ausbau treibt Equinor sein Kapitalmanagement voran. Das Unternehmen kaufte im Juni 369.300 eigene Aktien zurück. Der Durchschnittspreis lag bei 319,62 Norwegischen Kronen. Damit hält der Konzern nun rund 2,63 Prozent der eigenen Anteile.

Kursentwicklung im Blick

Die Aktie notiert aktuell bei 28,62 Euro. Seit Jahresbeginn verzeichnet das Papier ein Plus von gut 37 Prozent. Dennoch liegt der Kurs noch deutlich unter dem 52-Wochen-Hoch von 37,74 Euro.

Am Dienstag bewegte sich die Notierung kaum. Das Plus lag bei lediglich 0,14 Prozent. Der RSI von 36,6 deutet derzeit nicht auf eine Überhitzung hin.

Equinor optimiert sein Portfolio konsequent weiter. Das Projekt TWIN soll die langfristigen Produktionsziele absichern. Das aktuelle Aktienrückkaufprogramm läuft planmäßig bis Juli 2026 weiter.