Equinor: Eirin liefert 270 Millionen Kubikmeter Gas

Equinor hat das 1978 entdeckte Eirin-Feld in Betrieb genommen. Das Gas fließt über die Baltic Pipe nach Polen und stärkt die europäische Energieversorgung.

Equinor Aktie
Kurz & knapp:
  • Eirin-Feld nach Jahrzehnten in Produktion
  • Gasversorgung für Polen gestartet
  • Investition von rund 490 Millionen Dollar
  • Niedrige COâ‚‚-Intensität durch Landstrom

Ein Feld, das 1978 entdeckt und dann jahrzehntelang als unwirtschaftlich abgeschrieben wurde, liefert jetzt Gas nach Polen. Das Eirin-Feld in der Nordsee ist in Produktion gegangen — und die Geschichte dahinter erzählt viel über Europas veränderte Energierealität.

Von der Schublade zurück ins Spiel

Russlands Einmarsch in die Ukraine hat die Wirtschaftlichkeitsrechnung für viele Nordsee-Felder neu geschrieben. Equinor überprüfte Eirin 2023 und traf die Investitionsentscheidung in nur 4,5 Monaten. Vom Projektstart im Januar 2023 bis zur Erstproduktion vergingen drei Jahre — für ein Offshore-Gasfeld ein bemerkenswert kurzer Zeitraum.

Das Feld wird von Equinor mit einem Anteil von 58,7% betrieben. ORLEN Upstream Norway hält die verbleibenden 41,3%. Die Gesamtinvestition beläuft sich auf rund 4,5 Milliarden Norwegische Kronen, umgerechnet knapp 490 Millionen Dollar. Die erwarteten förderbaren Ressourcen liegen bei etwa 27,6 Millionen Barrel Öläquivalent, überwiegend Gas.

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Gas fließt direkt nach Polen

Eirin ist als Subsea-Anlage mit Anbindung an die Gina-Krog-Plattform gebaut. Von dort läuft das Gas weiter zur Sleipner-A-Plattform, dann über den Einspeisepunkt Nybro und schließlich durch die Baltic Pipe nach Polen. Das Gas versorgt bereits ORLEN-Kunden. Im Spitzenbetrieb soll Eirin rund 270 Millionen Kubikmeter Gas jährlich liefern.

Ein weiterer Vorteil: Weil Gina Krog seit 2023 mit Strom vom Festland betrieben wird, liegt die CO₂-Intensität des Eirin-Gases bei geschätzten 3 Kilogramm pro Barrel Öläquivalent — einer der niedrigsten Werte auf dem norwegischen Festlandsockel.

Rekordproduktion und angespannter Gasmarkt

Eirin startet in einem operativ starken Umfeld. Equinor erzielte im ersten Quartal 2026 eine Rekordproduktion von 2.313 Mboe pro Tag — neun Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Auf dem norwegischen Festlandsockel stieg die Förderung sogar um zehn Prozent, getrieben von den Feldern Johan Castberg, Halten East und Verdande.

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Equinors Finanzchef Torgrim Reitan zeichnete beim Q1-Ergebnis ein nüchternes Bild des europäischen Gasmarkts. Die Speicherfüllstände lagen bei rund 30% — etwa sechs Prozentpunkte unter dem saisonalen Durchschnitt. Das Ziel von 80% Füllstand vor dem Winter hält Reitan für möglicherweise nicht erreichbar. Hinzu kommt: Rund 32 Milliarden Kubikmeter russisches Gas dürften in den nächsten zwei Jahren aus dem Markt fallen, was Europas Bedarf an LNG weiter erhöht.

Die Equinor-Aktie notiert aktuell bei 31,41 Euro und hat seit Jahresbeginn rund 50% zugelegt. Vom 52-Wochen-Hoch bei 36,91 Euro ist sie allerdings noch knapp 15% entfernt.

Für das Gesamtjahr hält Equinor an seiner Prognose fest: organische Investitionen von rund 13 Milliarden Dollar und ein Produktionswachstum von etwa 3%.

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