Der österreichische Leitindex ATX hat in dieser Woche die 6.500-Punkte-Marke geknackt. Ein neues Allzeithoch – und die Erste Group ist mittendrin.

Die Aktie der Bank notiert am Freitag bei 115,70 Euro. Das sind nur 70 Cent unter dem 52-Wochen-Hoch von 116,40 Euro. Wer vor zwölf Monaten eingestiegen ist, hat heute 64,35 Prozent Plus im Depot.

Technische Verfassung: Stark, aber heiß gelaufen

Der Aufwärtstrend ist ungebrochen. Die Aktie notiert klar über ihren gleitenden Durchschnitten – dem 50-Tage-Wert bei 102,06 Euro und dem 200-Tage-Wert bei 97,54 Euro.

Das Problem: Der RSI liegt bei 74,3 Punkten. Das ist überkauft. In einem starken Marktumfeld kann das Momentum dennoch anhalten. Die annualisierte Volatilität von 29 Prozent zeigt, wie ruppig es zwischendurch zugeht.

Doch die Zahlen im Kurzfristbereich sprechen eine klare Sprache:
7 Tage: plus 7,43 Prozent
30 Tage: plus 17,11 Prozent
Seit Jahresbeginn: plus 11,14 Prozent

Rückenwind aus dem Gesamtmarkt

Die Wiener Börse profitiert von einer breiten Aufwärtsbewegung. Neben der Erste Group gehören RBI, Bawag, Voestalpine, FACC und Porr zu den Top-Performern der letzten zwölf Monate. Einige dieser Titel legten zwischen 60 und 180 Prozent zu.

Die Erste Group hat sich mit 64 Prozent Plus vom 52-Wochen-Tief bei 69,85 Euro weit entfernt. Das war im Juni 2025.

Das Momentum als entscheidender Faktor

In der kommenden Woche bleibt der Markt für die Bank entscheidend. Die Nähe zum Allzeithoch erzeugt eine klare Konstellation: Entweder das Momentum trägt die Aktie über die 116,40 Euro – oder Anleger nutzen die Gewinne für Kassenstürze.

Das makroökonomische Umfeld gibt den Ton vor.