Die Erste Group hat gestern ihr freiwilliges Übernahmeangebot für Aktien der Erste Bank Polska veröffentlicht. Der Angebotspreis beträgt 713,60 PLN je Aktie. Nach Angaben der Erste Group soll die Annahmefrist heute beginnen und voraussichtlich 30 Tage dauern. Die Bank will ihren Anteil über die Mehrheitsschwelle hinaus erhöhen.
Angebot zielt auf höhere Beteiligung
Das Angebot umfasst Medienberichten zufolge 52.113.041 Aktien. Die Annahmefrist läuft demnach bis zum 2. Dezember 2026; die Abwicklung ist für Dezember vorgesehen. Die Erste Group plant, die Transaktion aus Eigenmitteln zu finanzieren.
Die Bank will ihren Anteil von 49 % auf mehr als 50 % erhöhen. Höchstens soll die Beteiligung nach dem Angebot 75 % betragen. Medienberichten zufolge setzt der Vollzug voraus, dass die Beteiligung innerhalb dieses Zielkorridors liegt.
Eine aufsichtsrechtliche Voraussetzung ist bereits erfüllt: Wie die Erste Group gestern bestätigte, erhob die polnische Finanzaufsicht KNF am 23. Oktober keinen Einspruch gegen einen Beteiligungserwerb oberhalb von 50 %. Damit war die Genehmigungsbedingung des Angebots erfüllt.
Höhere Jahresziele und neues Kursziel
Am Freitag hatte die Erste Group für die ersten neun Monate 2026 einen Nettogewinn von EUR 3.095 Mio. gemeldet. Zugleich hob sie ihren Finanzausblick erneut an.
Für 2026 erwartet die Gruppe einen ausgewiesenen Nettogewinn von über EUR 4 Mrd. Die ROTE soll über 20 % liegen. Das Kreditvolumen einschließlich Erste Bank Polska soll auf über EUR 290 Mrd. steigen.
Ohne Polen erwartet die Gruppe beim Zinsüberschuss ein Plus von mehr als 6 %. Der Provisionsüberschuss soll ohne Polen etwa 10 % zulegen.
Barclays hob gestern das Kursziel von 136 auf 137 Euro an und bestätigte „Overweight“. Das Analysehaus begründete die Anpassung unter anderem mit dem über den Erwartungen liegenden Nettogewinn im dritten Quartal.
Stand heute, 3. November: Erste Bank – Kaufen, halten oder verkaufen?
Wer in Erste Bank investiert ist oder einen Einstieg prüft, sollte die Lage jetzt neu bewerten. Die Gratis-Analyse vom 3. November gibt die klare Antwort – und zeigt, warum Abwarten gerade jetzt riskanter sein kann, als es wirkt.

