Die Erste Group erweitert ihr Wertpapierangebot auf der bankeigenen Plattform George. Wie gestern bekannt wurde, arbeitet das Institut künftig mit Fidelity International zusammen. Zum Start der Kooperation erhalten Kunden in Österreich und Tschechien Zugang zu zehn ETFs von Fidelity.

Das Angebot ist als Sparplanmodell konzipiert und soll künftig auf zusätzliche Ländermärkte der Bankengruppe ausgeweitet werden. Am Markt zeigt sich die Aktie der Erste Bank heute bei 109,50 Euro mit einem leichten Minus von 0,6 Prozent.

Digitale Sparpläne in Kernmärkten

Medienberichten zufolge bildet die Einbindung der Indexfonds in die Plattform George den Kern der Initiative. Kunden in Österreich sowie in der Tschechischen Republik können die zehn Fidelity-ETFs für regelmäßige Sparraten nutzen. Die Partnerschaft soll schrittweise wachsen: Neben den beiden Startmärkten plant die Bankengruppe, das ETF-Sparplanangebot im weiteren Verlauf auch auf weitere Märkte auszudehnen.

Kapitalmarkt-Konferenz und anstehende Quartalszahlen

Parallel zum Ausbau des Angebots für Privatanleger begleitete die Erste Group Aktivitäten am institutionellen Kapitalmarkt. Am Dienstag richtete das Bankhaus gemeinsam mit der Wiener Börse eine Small- & Mid-Cap-Konferenz in Wien aus. Bei der Veranstaltung trafen acht österreichische Unternehmen auf institutionelle Investoren.

Zudem rückt für den Konzern der nächste planmäßige Berichtstermin näher. Voraussichtlich am 30. Oktober wird die Erste Group die Geschäftszahlen für das am 30. September 2026 beendete Quartal vorlegen. Marktteilnehmer richten ihre Aufmerksamkeit auf diese Veröffentlichung, da sie Aufschluss über den operativen Verlauf des abgelaufenen Vierteljahres liefert.

Transaktion in Polen und Systemwartung in Ungarn

Auf Ebene der Auslandstöchter meldeten die Gesellschaften gesellschaftsrechtliche und operative Schritte. Bei der polnischen Tochter Erste Bank Polska kam es gestern zu einer Transaktion: Das Institut veräußerte eine Aktie der Erste Towarzystwa Funduszy Inwestycyjnych S.A. an die Konzerngesellschaft Erste Asset Management GmbH zu einem Preis von 2.924 Euro.

Für Kunden der ungarischen Konzerntochter Erste Bank Hungary steht unterdessen eine planmäßige Serviceunterbrechung an. Am 18. Oktober wird in der Zeit von 01:00 bis 03:00 Uhr das Senden und Empfangen von Echtzeitüberweisungen unterbrochen. Ursache für die Einschränkung sind geplante Arbeiten am zentralen System des Betreibers GIRO.