Goldman Sachs setzt massiv auf den österreichischen Bankenriesen. Die US-Investmentbank hat die Beobachtung der Erste Group mit einem klaren Kaufvotum wieder aufgenommen. Das neue Kursziel von 150 Euro verspricht deutliche Gewinne.
Der Motor für diesen Optimismus sitzt in Osteuropa. Die Erste Group übernimmt die Mehrheit an der Santander Bank Polska. Marktbeobachter sehen darin einen entscheidenden Schritt, um in den Wachstumsmärkten Zentral- und Osteuropas zu skalieren.
Die Prognosen untermauern diesen Expansionskurs. Goldman Sachs rechnet für das Geschäftsjahr 2026 mit einem Nettogewinn von 4,2 Milliarden Euro. Vor allem die Eigenkapitalrendite soll in den kommenden Jahren massiv anziehen.
Nach 16,7 Prozent im Jahr 2025 erwarten die Experten für 2026 eine Steigerung auf 21,0 Prozent. Im darauffolgenden Jahr könnte dieser Wert sogar auf 24,4 Prozent klettern. Eine Erhöhung der Beteiligung in Polen auf 75 Prozent brächte laut der Studie zusätzliche Gewinnimpulse.
Im Wiener Leitindex ATX spielt das Institut bereits jetzt in einer eigenen Liga. Mit einem Jahresgewinn von 3,5 Milliarden Euro führt die Bank das Ranking der profitabelsten Unternehmen an. Die Ertragskraft stieg zuletzt um über 12 Prozent.
Parallel dazu rückt Südeuropa in das Blickfeld der Analysten. Experten der Deutschen Bank sehen die Erste Group als möglichen Käufer in Griechenland. Dort gelten Institute wie die Eurobank oder die Piraeus Bank als potenzielle Übernahmeziele.
Eine Akquisition der Eurobank könnte den Gewinn je Aktie über drei Jahre spürbar steigern. Bisher gibt es aus der Wiener Konzernzentrale allerdings keine offiziellen Signale für einen solchen Deal. Das Management hält sich bei Zukäufen in Südeuropa bedeckt.
An der Börse zeigt die Kurve derweil stabil nach oben. Das Papier notiert aktuell bei 117,40 Euro und bleibt damit in Schlagdistanz zum jüngsten 52-Wochen-Hoch von 119,80 Euro. Der Aufwärtstrend wirkt technisch gefestigt, zumal die Aktie noch nicht als überkauft gilt.
Die Integration in Polen wird nun zum zentralen Gradmesser für den weiteren Kursverlauf. Erhöht das Management dort den Anteil wie von Analysten erwartet, dürfte dies die ambitionierten Gewinnziele für 2026 absichern.
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