Am 30. April präsentiert die Erste Group ihre Quartalszahlen. Es ist der erste Bericht inklusive der neuen polnischen Tochter. Das Ziel: eine starke Gewinnentwicklung trotz hoher Integrationskosten. Parallel dazu startete diese Woche ein neues Erwerbsprogramm für den Kernaktionärskreis.
Rückhalt aus dem Kernaktionariat
Die Hauptversammlung machte Mitte April den Weg frei. Österreichische Sparkassen dürfen bis November 2028 Aktien der Erste Group kaufen. Das maximale Volumen liegt bei knapp 813.000 Stück. Dies entspricht rund 0,2 Prozent des Grundkapitals.
Die Aktionäre nickten auch die Dividende ab. Sie fällt mit 0,75 Euro je Aktie bewusst niedrig aus. Die Ausschüttungsquote liegt bei mageren 9,1 Prozent. Die Bank braucht das Kapital für die vollständige Eigenmittelfinanzierung der Transaktion in Polen.
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Der Preis der Expansion
Der Zukauf hinterlässt Spuren in der Bilanz. Die Erstkonsolidierung drückt die harte Kernkapitalquote im Auftaktquartal um rund 460 Basispunkte. Ende 2025 lag dieser Wert noch auf einem Rekordhoch. Hinzu kommen brutto rund 180 Millionen Euro an Integrationskosten.
Um das internationale Wachstum abzusichern, hat die Bank den Aufsichtsrat erweitert. Dorota Snarska-Kuman zieht als Expertin für Finanzberichterstattung in das Gremium ein. Sie bringt viel Erfahrung aus dem polnischen Markt mit. Zwei weitere internationale Mitglieder ergänzen das Kontrollorgan.
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Ambitionierte Ziele für das laufende Jahr
Das Management blickt optimistisch nach vorn. Die Eigenkapitalverzinsung soll im laufenden Jahr bei rund 19 Prozent liegen. Der Gewinn je Aktie soll um mehr als 20 Prozent klettern. Im Vorjahr verdiente das Institut unterm Strich 3,5 Milliarden Euro.
Marktbeobachter halten diese Vorgaben für machbar. Der Analystenkonsens rechnet für das laufende Jahr mit einem moderaten Gewinnwachstum. Auch die Ausschüttung an die Aktionäre soll dann wieder deutlich steigen. Experten prognostizieren eine Dividende von über vier Euro je Anteilsschein.
Am Donnerstag folgen die Zahlen zum ersten Quartal. Der Bericht dient als erster Stresstest nach der Polen-Übernahme. Er definiert den Startpunkt für den erwarteten Erholungspfad der Kapitalquote.
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