Die Erste Group Bank lädt ihre Aktionäre am 17. April 2026 zur ordentlichen Hauptversammlung in Wien. Im Mittelpunkt steht ein Beschluss, der viele Anleger schmerzen dürfte: Die Dividende für das Geschäftsjahr 2025 soll auf 0,75 Euro je Aktie sinken — nach 3,00 Euro im Vorjahr.
Der Grund liegt in der Übernahme der Erste Bank Polska, die vollständig aus Eigenmitteln finanziert wurde. Das erforderte eine deutlich stärkere Gewinneinbehaltung und hinterlässt entsprechende Spuren bei der Ausschüttung.
Polen-Integration belastet Kapitalquote
Die Erstkonsolidierung der polnischen Tochter drückt die harte Kernkapitalquote (CET1) im ersten Quartal 2026 um rund 460 Basispunkte — ausgehend vom historischen Höchststand von 19,3 Prozent zum Jahresende 2025. Zusätzlich fallen Integrationskosten von rund 180 Millionen Euro brutto an, die großteils 2026 verbucht werden. Der Kundenstock wird über zehn Jahre mit jährlich etwa 210 Millionen Euro abgeschrieben.
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Mittelfristig erwartet die Bank eine Erholung der Kapitalquote, getragen von einer starken Gewinnentwicklung. Das Ziel für 2026: eine Eigenkapitalverzinsung von rund 19 Prozent und ein Gewinn je Aktie, der um mehr als 20 Prozent zulegt.
Solides Fundament trotz Sonderbelastungen
Das operative Geschäft lieferte 2025 überzeugende Zahlen. Das Kreditvolumen wuchs um 6,4 Prozent auf 232 Milliarden Euro, der Zinsüberschuss stieg von 7,5 auf 7,8 Milliarden Euro. Unterm Strich stand ein Nettogewinn von 3,5 Milliarden Euro, nach 3,1 Milliarden Euro im Vorjahr.
Die Aktie notiert seit Jahresbeginn rund 9,6 Prozent im Minus und liegt damit deutlich unter dem 50-Tage-Durchschnitt von 102,25 Euro. Nach der Hauptversammlung am 17. April folgen am 30. April die Ergebnisse zum ersten Quartal 2026 — der erste Stresstest nach der Polen-Erstkonsolidierung und ein wichtiger Gradmesser dafür, ob die Kapitalquote den erwarteten Erholungspfad einschlägt.
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