Ethereum hatte sich zuletzt eindrucksvoll erholt — ein Plus von rund 25 Prozent im März, ETF-Zuflüsse auf dem höchsten Stand seit Mitte Januar, und institutionelle Käufer, die in großem Stil einsteigen. Dann kam die Fed.
Am 18. März hielt die US-Notenbank die Zinsen unverändert — zum zweiten Mal in Folge. Fed-Chef Jerome Powell signalisierte dabei, dass Inflationsrisiken, unter anderem durch die Spannungen rund um die Straße von Hormus, den Spielraum für Zinssenkungen weiter einengen. Sieben der 19 FOMC-Mitglieder rechnen nun gar nicht mehr mit einer Senkung in diesem Jahr. Der Markt reagierte entsprechend: ETH verlor gestern rund 7 Prozent auf Tagesbasis.
Institutionelle Käufer halten dagegen
Was diesen Zyklus von früheren unterscheidet, ist die Tiefe der institutionellen Beteiligung. Die verwalteten Vermögen in US-amerikanischen Spot-ETH-ETFs haben inzwischen 14,14 Milliarden Dollar erreicht. BlackRock brachte zudem einen staking-basierten Ethereum-ETF (ETHB) an den Markt, der in den ersten zwei Handelstagen über 45 Millionen Dollar an Zuflüssen anzog — zusätzlich zu einem Seed-Investment von 104 Millionen Dollar.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Ethereum?
BitMine (BMNR), das Unternehmen mit der größten unternehmenseigenen Ethereum-Treasury-Strategie, kaufte allein in den vergangenen zwei Wochen knapp 122.000 ETH für rund 280 Millionen Dollar. Am Montag folgte eine weitere Transaktion über 128 Millionen Dollar. Ob dahinter strukturelle Akkumulation oder taktisches Kaufen an wahrgenommenen Unterstützungsmarken steckt, bleibt laut Wintermute-Händler Jasper De Maere offen — die institutionelle Überzeugung selbst sei jedoch intakt.
Glamsterdam als mittelfristiger Anker
Unabhängig vom Makroumfeld liefert Ethereums technische Roadmap langfristigen Haltern einen konkreten Grund zum Durchhalten. Das nächste Hard Fork namens Glamsterdam ist für das erste Halbjahr 2026 geplant, mit einem Zielfenster um Juni — vorbehaltlich der Testnet-Validierung.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Ethereum?
Das Upgrade bringt parallele Transaktionsverarbeitung, On-Chain-Block-Building und eine Reduzierung der Gas-Gebühren um 78,6 Prozent. Das Gas-Limit steigt von 60 auf 200 Millionen pro Block, der Durchsatz soll auf 10.000 Transaktionen pro Sekunde steigen — rund zehnmal so viel wie heute. Kernstück ist die sogenannte ePBS (enshrined Proposer-Builder Separation), die Block-Erstellung und Validierung strukturell trennt.
Für H2 2026 ist mit Hegotá bereits das nächste Upgrade in Planung, das durch Verkle Trees den Node-Speicherbedarf um rund 90 Prozent senken soll.
Decke oben, Boden unten
Die Korrektur, die ETH seit seinem August-2025-Hoch erlebt hat, war makrogetrieben — nicht fundamentalgetrieben. Dieselben Faktoren, die Bitcoin belasteten, zogen Ethereum mit nach unten. Das Glamsterdam-Upgrade gibt langfristigen Investoren einen fundamentalen Anker, während rund 37 Millionen ETH — 30,6 Prozent des Umlaufangebots — im Staking gebunden sind und Renditen von vier bis fünf Prozent jährlich abwerfen. Das makroökonomische Umfeld, geprägt von anhaltenden Inflationsrisiken und einer vorsichtigen Fed, bleibt der entscheidende Gegenwind für eine nachhaltige Erholung.
Ethereum: Kaufen oder verkaufen?! Neue Ethereum-Analyse vom 19. März liefert die Antwort:
Die neusten Ethereum-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Ethereum-Investoren. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 19. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Ethereum: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...


