Ethereum verzeichnete im ersten Quartal 2026 die höchste Transaktionszahl seiner Geschichte – und gleichzeitig einen Kursverlauf, der davon kaum etwas widerspiegelt. Zwei Entwicklungen prägen das aktuelle Bild: ein Netzwerk auf Hochtouren und eine institutionelle Infrastruktur, die sich grundlegend verändert.
200 Millionen Transaktionen – und trotzdem unter Druck
Das Ethereum-Mainnet verarbeitete in Q1 2026 rund 200,4 Millionen Transaktionen – ein Plus von 43 Prozent gegenüber dem Vorquartal und ein neues Allzeithoch. Gestützt wurde diese Aktivität durch eine wachsende Stablecoin-Marktkapitalisierung von rund 164,4 Milliarden US-Dollar auf der Ethereum-Chain, begünstigt durch den GENIUS Act, das im Juli 2025 verabschiedete US-Stablecoin-Rahmenwerk. Mehr Stablecoin-Liquidität bedeutet mehr Abwicklungen und Transfers – und damit mehr Netzwerknutzung.
Die Kursentwicklung erzählt eine andere Geschichte. ETH notiert aktuell rund 55 Prozent unter seinem 52-Wochen-Hoch von 4.829 US-Dollar und liegt seit Jahresbeginn deutlich im Minus. Die Schere zwischen Netzwerkaktivität und Marktbewertung ist selten so ausgeprägt gewesen. Erschwerend kommt hinzu: Ethereums On-Chain-Einnahmen fielen in Q1 auf den vierten Platz zurück – hinter Solana, TRX und BNB. Verantwortlich dafür ist der Gebührendruck durch Layer-2-Lösungen, die Transaktionen günstiger, aber für das Mainnet weniger einträglich machen.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Ethereum?
BlackRock bringt Staking in den ETF
Strukturell bedeutsamer als die Kursbewegung ist der Launch von BlackRocks iShares Staked Ethereum Trust (ETHB). Seit dem 12. März 2026 an der Nasdaq handelbar, ist ETHB der erste Krypto-Fonds des Vermögensverwalters mit Staking-Komponente. Zwischen 70 und 95 Prozent der gehaltenen ETH werden über Coinbase Prime eingesetzt. Anleger erhalten dabei rund 82 Prozent der Brutto-Staking-Belohnungen – aktuell etwa 3,1 Prozent jährlich, monatlich ausgeschüttet.
Was ETHB ermöglichte, waren zwei regulatorische Veränderungen: der GENIUS Act und der Abgang von SEC-Chef Gary Gensler, der Staking-Komponenten in ETF-Anträgen zuvor blockiert hatte. Am zweiten Handelstag stieg das Volumen auf rund 76 Millionen US-Dollar, das verwaltete Vermögen wuchs von 100 auf etwa 170 Millionen US-Dollar.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Ethereum?
Ob ETHB den Trend anhaltender Abflüsse aus Spot-Ethereum-ETFs – fünf Monate in Folge, allein im März über 77 Millionen US-Dollar – tatsächlich umkehren kann, wird sich im zweiten Quartal zeigen. Die Staking-Rendite ist ein neues Argument, das bisherige Produkte nicht hatten.
Glamsterdam als nächster Schritt
Parallel stockt die Ethereum Foundation ihr eigenes Staking auf. Am 3. April stakte sie rund 45.034 ETH und näherte sich damit ihrem Ziel von 70.000 ETH kumuliert. Das Modell soll jährlich zwischen 3,9 und 5,4 Millionen US-Dollar einbringen – und periodische ETH-Verkäufe ersetzen, die den Marktpreis belasten können.
Als nächster technischer Katalysator gilt das Glamsterdam-Upgrade, das für Mitte 2026 erwartet wird. Es soll höhere Gas-Limits und parallele Transaktionsausführung auf Layer 1 bringen. Analyst Ibrahim Ajibade von FXEmpire verwies darauf, dass Ethereum-Upgrades historisch mehrmonatige Kursrallyes eingeleitet haben – der Hard-Fork im Juni könnte erneut als Auslöser dienen.
Ethereum: Kaufen oder verkaufen?! Neue Ethereum-Analyse vom 8. April liefert die Antwort:
Die neusten Ethereum-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Ethereum-Investoren. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 8. April erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Ethereum: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

