Euro fällt nach US-Konjunkturdaten unter 1,14 Dollar

Solide US-Stimmungswerte und wieder höhere Ölpreise stützen den Dollar. Der Euro sank auf 1,1370 Dollar, während Gold um rund 76 Dollar nachgab.

KI-generiertes Symbolbild
Symbolbild, KI-generiert
Kurz & knapp:
  • Euro fällt auf 1,1370 Dollar
  • US-Stimmungswerte überraschen positiv
  • Ölpreise schüren Inflationssorgen
  • Gold verliert rund 76 Dollar

Der Euro hat am Mittwoch spürbar nachgegeben und ist erstmals seit Ende Juli unter die Marke von 1,14 US-Dollar gerutscht. Ursache dafür ist eine doppelte Stärkung der US-Währung: Wieder anziehende Ölpreise heizen die Inflationssorgen an, während überraschend solide Wirtschaftsdaten Spekulationen über eine weitere Zinserhöhung der Federal Reserve befeuern.

Vom Morgen an ging es mit dem Kurs stetig bergab. Im US-Handel fiel der Euro schließlich auf ein Zwischentief von 1,1370 Dollar, bevor er sich bei 1,1387 Dollar stabilisierte. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs zuvor mit 1,1411 Dollar ebenfalls deutlich tiefer als am Vortag festgesetzt.

Teureres Öl befeuert Zinserwartungen

Dahinter steht ein verändertes Zinsbild zwischen den USA und dem Euroraum. Während die Energiepreise in den vergangenen Handelstagen tendenziell gesunken waren und für Beruhigung gesorgt hatten, zogen die Notierungen am Rohölmarkt zuletzt wieder an. Das nährt Befürchtungen, dass die Inflation hartnäckiger bleiben könnte als erhofft.

Parallel dazu lieferten aktuelle Stimmungsdaten aus Übersee neue Argumente für eine straffe Geldpolitik. Im September verbesserte sich das Stimmungsbarometer der amerikanischen Einkaufsmanager von S&P Global überraschend – sowohl in der Industrie als auch bei den Dienstleistern. Eine robuste US-Wirtschaft verringert den Druck auf die US-Notenbank, geldpolitische Lockerungen in Betracht zu ziehen.

Fester Dollar belastet auch Gold

Die Dollar-Stärke strahlte zur Wochenmitte prompt auf andere Anlageklassen ab. Die Feinunze Gold verbilligte sich um rund 76 Dollar auf 4.284 Dollar. Für den Währungsmarkt zeichnet sich ab, dass der Euro ohne eine spürbare Abkühlung der US-Wirtschaft oder nachlassende Rohstoffpreise vorerst in der Defensive verharren dürfte.

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Felix Baarz arbeitet seit 2016 als Wirtschaftsjournalist und gehört zur Redaktion der YES Investmedia GmbH.Unter seinem Namen erscheinen auf Trading-Treff seit März 2025 Beiträge zu Aktien, Trading und Indizes sowie zu wirtschaftlichen Rahmenthemen. Schwerpunkte sind Rohstoffwerte sowie KI- und Technologiewerte.Quellen dieses Ressorts: Unternehmensmitteilungen und Pflichtveröffentlichungen, Geschäftsberichte und Quartalszahlen, Kurs- und Handelsdaten der Börsenplätze sowie Meldungen der Nachrichtenagenturen. Bei Index- und Trading-Themen zusätzlich die Zusammensetzung und Anpassungen der Indexanbieter sowie Terminmarktdaten; bei Technologie- und KI-Werten Produktankündigungen und Geschäftszahlen der Unternehmen.Einordnung: Analystenurteile und Kursziele erscheinen als Aussage der jeweiligen Häuser, nicht als Bewertung der Redaktion. Kurs- und Unternehmensangaben geben den Stand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung wieder.