Prall gefüllte Kassen, ein aggressiver Aktienrückkauf und steigende Rohstoffpreise zeichnen ein starkes Bild. Parallel dazu warnen Wirtschaftsprüfer vor dem Fortbestand des Unternehmens. Bei European Lithium klaffen finanzielle Realität und operative Hürden derzeit weit auseinander.
Das Management räumt aktuell die eigene Bilanz auf. Kürzlich meldete der Entwickler von kritischen Mineralien die Streichung von 30 Millionen erfolgsabhängigen Bezugsrechten. Diese Maßnahme erfolgte im gegenseitigen Einvernehmen mit den Inhabern. Zuvor waren bereits weitere 45 Millionen dieser Papiere wertlos verfallen. Das verringert die künftige Verwässerung für bestehende Aktionäre spürbar.
Flankiert wird dieser Schritt von einem massiven Aktienrückkauf. Seit Mitte April erwirbt das Unternehmen bis zu zehn Prozent des eigenen Grundkapitals über die Börse zurück. Das Programm hat ein Volumen von schätzungsweise 12,6 Millionen Australischen Dollar. Finanziert wird die Maßnahme aus den Erlösen eines Teilverkaufs: European Lithium hatte zuvor Anteile an der US-Beteiligung Critical Metals Corp abgestoßen.
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Rückenwind an der Börse
Am Kapitalmarkt honorieren Investoren den Umbau. Auf Sicht von sechs Monaten übertraf die Aktie den australischen Leitindex All Ordinaries deutlich. Im März erfolgte obendrein die Aufnahme in genau diesen Index, was die Sichtbarkeit bei institutionellen Adressen erhöht. Ein verdoppelter Preis für batteriefähiges Lithiumcarbonat im ersten Quartal lieferte zusätzliches Momentum.
Warten auf grünes Licht in Grönland
Operativ richtet sich der Blick nach Grönland. Beim Seltene-Erden-Projekt Tanbreez steht die Pilotanlage in Qaqortoq bereit. Der geplante Betriebsstart im Mai hängt nun ausschließlich an der finalen Genehmigung der Behörden in Nuuk. Währenddessen plant die Tochtergesellschaft Critical Metals Corp, ihren Anteil an Tanbreez auf über 90 Prozent aufzustocken.
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Weniger reibungslos verläuft die Entwicklung in Österreich. Die Regierung verlängerte zwar die abbaurechtliche Lizenz für das Lithium-Projekt Wolfsberg bis Anfang 2028. Einsprüche von Anwohnern und ausstehende Umweltgenehmigungen verzögern jedoch die endgültige Investitionsentscheidung. Dieser Meilenstein verschiebt sich damit frühestens auf Ende 2026.
Warnsignal der Wirtschaftsprüfer
Trotz der jüngsten Kapitalzuflüsse bleibt ein Wermutstropfen. Wirtschaftsprüfer versahen die Bilanzen für 2024 und 2025 mit einem Warnhinweis zur Unternehmensfortführung. Sie verweisen auf negative Nettoumlaufvermögen und anhaltende operative Verluste.
Diese Bedenken stehen im Kontrast zur aktuellen Liquidität. Allein der Teilverkauf der Critical-Metals-Anteile spülte rund 124 Millionen Australische Dollar in die Kasse. Ob das Kapital ausreicht, entscheidet sich an der operativen Front: Im Mai muss die grönländische Bergbaubehörde über den Start der Tanbreez-Pilotanlage urteilen.
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