European Lithium: 37,5% Stake in CRML gesichert

Critical Metals Corp. erhält 60 Mio. USD und sichert sich 92,5% an einem der größten Seltene-Erden-Vorkommen.

European Lithium Aktie
Kurz & knapp:
  • 60 Mio. USD Kapitalzufluss für CRML
  • Kontrolle über Tanbreez-Anteil ausgebaut
  • Pilotwerk startet im Mai 2026
  • Aktienrückkaufprogramm von European Lithium

60 Millionen US-Dollar frisches institutionelles Kapital, eine abgeschlossene Eigentumsübertragung in Grönland und ein Pilotwerk, das im Mai anlaufen soll — bei Critical Metals Corp. (CRML) überschlagen sich die Ereignisse. European Lithium, das mit 37,5 Prozent an CRML beteiligt ist, steht damit im Zentrum einer der ambitioniertesten Seltene-Erden-Entwicklungen des Westens.

CRML schließt 60-Millionen-Platzierung ab

Critical Metals Corp. hat mit institutionellen Investoren eine Privatplatzierung von rund sechs Millionen Aktien zu je 10,00 US-Dollar vereinbart. Die Transaktion sollte zum 22. April 2026 abgeschlossen werden und brutto rund 60 Millionen US-Dollar einbringen.

Die Kapitalerhöhung folgt unmittelbar auf einen regulatorischen Durchbruch: Die Regierung Grönlands genehmigte die Übertragung der verbleibenden 50,5-Prozent-Beteiligung an Tanbreez Mining Greenland A/S auf Critical Metals Corp. Damit hält CRML nun insgesamt 92,5 Prozent an einem der weltgrößten Seltene-Erden-Vorkommen.

European Lithiums Position nach der Umstrukturierung

Nach Abschluss der Übertragung hält European Lithium direkt 7,5 Prozent an Tanbreez sowie 48.036.338 CRML-Aktien — was einem Anteil von 37,5 Prozent entspricht. Gemeinsam behalten CRML und European Lithium die strategische Kontrolle über das Projekt.

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Die Transaktion, die diese Struktur ermöglichte, brachte European Lithium Nettoerlöse von rund 124 Millionen australischen Dollar ein. Die Kassenreserven des Unternehmens stiegen dadurch auf 322 Millionen australische Dollar.

Tanbreez: Pilotwerk ab Mai, Produktion ab 2028 geplant

Der operative Zeitplan ist eng getaktet. Der Pilotbetrieb soll im Mai 2026 starten, im Juni folgt ein 150-Tonnen-Bulkprobenprogramm. Testarbeiten aus März 2026 hatten bereits eine rund 40-prozentige Verbesserung des Konzentratgehalts bestätigt.

Mittelfristig zielt CRML auf eine Ressourcenerweiterung von 45 Millionen auf rund 130 Millionen Tonnen, begleitet von einer 6.000-Meter-Bohrkampagne. Erste Erzproduktion ist für Ende 2028 bis Anfang 2029 geplant, Konzentratexporte ab dem dritten Quartal 2029. Absicherungsgespräche mit Partnern in den USA, Europa und Saudi-Arabien laufen, eine Absichtserklärung der US-Exportkreditbehörde EXIM Bank über 120 Millionen US-Dollar liegt bereits vor.

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Wolfsberg stockt, Rückkaufprogramm läuft

Das österreichische Lithiumprojekt Wolfsberg — eigentlich das Kernprojekt von European Lithium — kommt langsamer voran. Die Bergbaulizenz wurde zwar um zwei Jahre bis Anfang 2028 verlängert, die finale Investitionsentscheidung hängt jedoch an einer Partnerschaft mit dem saudischen Konzern Obeikan. Anwohnereinwände und ausstehende Umweltgenehmigungen verschieben die Entscheidung auf frühestens Ende 2026 — und das nur, wenn sich die Lithiumpreise stabilisieren.

Parallel läuft seit dem 15. April 2026 ein Aktienrückkaufprogramm: European Lithium kann bis zu 135 Millionen eigene Aktien zurückkaufen — zehn Prozent des ausstehenden Kapitals — zu geschätzten Kosten von 12,6 Millionen australischen Dollar. Alle zurückgekauften Aktien werden eingezogen.

Ein Wermutstropfen bleibt: Die geprüften Jahresabschlüsse für 2024 und 2025 enthielten Going-Concern-Hinweise, begründet mit negativem Nettoumlaufvermögen und anhaltenden operativen Verlusten. Die Aufnahme in den S&P/ASX All Ordinaries Index im März 2026 erhöht zwar die Sichtbarkeit bei institutionellen Investoren — die strukturellen Fragen löst sie nicht.

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Mit über fünfzehn Jahren Erfahrung als Wirtschaftsjournalist hat sich Felix Baarz als Experte für internationale Finanzmärkte etabliert. Seine Leidenschaft gilt den Mechanismen globaler Finanzmärkte und komplexen wirtschaftspolitischen Zusammenhängen, die er für seine Leserschaft verständlich aufbereitet.In Köln geboren und aufgewachsen, entdeckte er früh sein Interesse für Wirtschaftsthemen und internationale Entwicklungen. Nach seinem Studium startete er als Wirtschaftsredakteur bei einer renommierten deutschen Fachpublikation, bevor ihn sein Weg ins Ausland führte.Ein prägendes Kapitel seiner Karriere waren die sechs Jahre in New York, wo er direkten Einblick in die globale Finanzwelt erhielt. Die Berichterstattung von der Wall Street und über weltweite wirtschaftspolitische Entscheidungen schärfte seinen Blick für globale Zusammenhänge.Heute ist Felix Baarz als freier Journalist für führende Wirtschafts- und Finanzmedien im deutschsprachigen Raum tätig. Seine Arbeit zeichnet sich durch fundierte Recherchen und präzise Analysen aus. Er möchte nicht nur Fakten präsentieren, sondern auch deren Bedeutung erklären und seinen Lesern Orientierung bieten – sei es zu wirtschaftlichen Trends, politischen Entscheidungen oder langfristigen Veränderungen in der Finanzwelt.Zusätzlich moderiert er Diskussionen und nimmt an Expertenrunden teil, um sein Wissen einem breiteren Publikum zugänglich zu machen. Dabei liegt sein Fokus darauf, komplexe Themen informativ und inspirierend zu vermitteln. Felix Baarz versteht seine journalistische Aufgabe darin, in einer sich schnell wandelnden Welt einen klaren Blick auf wirtschaftliche Zusammenhänge zu ermöglichen und seine Leser bei fundierten Entscheidungen zu unterstützen – beruflich wie privat.