53,50 Prozent Kursplus an einem Tag — das ist die unmittelbare Marktreaktion auf die Fusionspläne von European Lithium und Critical Metals Corp. Hinter dem Sprung steckt mehr als ein einfacher Zusammenschluss: Die Transaktion soll eine verschachtelte Beteiligungsstruktur auflösen, die Anleger seit Jahren mit einem Abschlag bestrafen.
Holding-Discount soll verschwinden
Das Kernproblem ist bekannt: European Lithium hält rund 34 Prozent der ausstehenden Aktien von Critical Metals — eine Überkreuzbeteiligung, die Analysten als klassischen Holding-Discount werteten. Liquiditätsbeschränkungen und doppelte Governance-Strukturen drückten auf die Bewertung beider Unternehmen.
Die geplante Transaktion würde diesen Knoten lösen. Im Rahmen des vorgeschlagenen reinen Aktientauschs erhalten European-Lithium-Aktionäre 0,035 Critical-Metals-Aktien je gehaltener Aktie. Das impliziert einen Wert von rund A$0,58 je Aktie — ein Aufschlag von 137 Prozent gegenüber dem letzten unbereinigten Schlusskurs von A$0,245. Nach Abschluss würde Critical Metals die 45,5 Millionen eigenen Aktien, die European Lithium hält, einziehen und damit den Streubesitz und die Handelsliquidität an der Nasdaq deutlich erhöhen.
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Tanbreez und die Kapitalbasis
Strategisch dreht sich vieles um das Tanbreez-Projekt in Grönland — eines der größten unerschlossenen Seltenerdelager der Welt. Critical Metals hält bereits 92,5 Prozent daran, European Lithium die verbleibenden 7,5 Prozent. Die Fusion würde Critical Metals die vollständige Kontrolle geben und das Projekt für strategische Partner attraktiver machen, die Versorgungsquellen außerhalb Chinas suchen. Erste Erzproduktion peilt das Unternehmen für Ende 2028 oder Anfang 2029 an.
Finanziell stünde die kombinierte Gesellschaft solide da. European Lithium wies zum 31. März 2026 eine Kasse von rund A$306 Millionen aus. Zusammen mit der Liquidität von Critical Metals käme das fusionierte Unternehmen auf eine Gesamtbewertung von rund US$835 Millionen.
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Was noch fehlt
Die Vereinbarung ist bislang nicht bindend. Bis zum 7. Mai 2026 läuft eine Exklusivitätsfrist, in der beide Seiten ihre abschließende Due Diligence durchführen. Anschließend braucht es einen verbindlichen Implementierungsvertrag, Genehmigungen der Regulatoren sowie die Zustimmung der Aktionäre beider Unternehmen.
Werden Gerichte und Aktionäre grünes Licht geben, soll der Zusammenschluss in der zweiten Jahreshälfte 2026 vollzogen werden. Australian-Lithium-Optionsinhaber würden ihre Papiere ebenfalls in Critical-Metals-Aktien tauschen. Der Weg zur Nasdaq wäre dann für alle bisherigen ASX-Aktionäre offen.
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