Ein Aufschlag von 137 Prozent auf den letzten Schlusskurs — das ist die Schlagzeile. Dahinter steckt eine strukturelle Logik, die mindestens genauso interessant ist.
Critical Metals Corp. (CRML), an der NASDAQ notiert, hat eine unverbindliche Übernahmeabsicht für 100 Prozent der European Lithium-Anteile bekanntgegeben. European Lithium-Aktionäre erhalten je Aktie 0,035 CRML-Aktien. Auf Basis des CRML-Schlusskurses vom 22. April 2026 entspricht das einem implizierten Wert von 0,58 australischen Dollar — gegenüber einem letzten Schlusskurs von 0,245 australischen Dollar.
Das eigentliche Problem: die Holdingstruktur
European Lithiums größter Vermögenswert ist eine 34-prozentige Beteiligung an CRML selbst. Holdingstrukturen dieser Art handeln typischerweise mit einem Abschlag auf den Nettoinventarwert. Anleger preisen dabei Liquiditätsnachteile, Governance-Überschneidungen und fehlende Ausstiegspfade ein.
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Genau diesen Abschlag beseitigt die Transaktion. European Lithium-Aktionäre tauschen ihre ASX-notierten Anteile gegen direkte NASDAQ-Beteiligungen. Das bedeutet tiefere Liquidität, breitere institutionelle Beteiligung und Zugang zu globalem Kapital. Nach Abschluss würde CRML die Cross-Holding-Aktien einziehen — das reduziert die Verwässerung und erhöht den Streubesitz deutlich.
Die 45.536.338 CRML-Aktien im Besitz von European Lithium hatten zum Bewertungsstichtag einen Marktwert von rund 540 Millionen US-Dollar.
Tanbreez und der Zeitplan
Neben der Strukturbereinigung konsolidiert die Transaktion European Lithiums direkte 7,5-prozentige Beteiligung am Tanbreez-Seltenerden-Projekt in Grönland in die CRML-Gesamtposition. Schließt die ausstehende Übertragung weiterer 50,5 Prozent wie erwartet ab, würde CRML auf nahezu 100 Prozent an einem der bedeutenderen unerschlossenen Schwer-Seltenerden-Vorkommen in geopolitisch stabiler Lage kommen.
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Die Pilot-Aufbereitungsanlage in Qaqortoq steht bereit. Der Betrieb soll im Mai 2026 beginnen — sofern die Behörden in Nuuk die erforderliche Eigentümerübertragung genehmigen. Erste Erzproduktion peilt das Unternehmen für Ende 2028 oder Anfang 2029 an.
Was noch fehlt
Das Abkommen ist nicht bindend. Mehrere Bedingungen stehen noch aus. Bis zum 7. Mai 2026 soll die verbindliche Schemadokumentation vorliegen. Ein unabhängiges Gutachten ist erforderlich, ebenso der formale Abschluss der Tanbreez-Übertragung in Grönland. Das Aktionärstreffen zur Abstimmung ist für das dritte Quartal 2026 geplant.
European Lithium hat einen unabhängigen Boardausschuss eingesetzt, der die Transaktion bewertet. Ausschussvorsitzender Michael Carter bezeichnete den Deal als Transaktion, die Aktionären „substanziellen Wert“ liefere. An der Frankfurter Börse reagierte die Aktie entsprechend: plus 52,85 Prozent innerhalb von 24 Stunden, plus 78,43 Prozent über sieben Tage.
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