Eine Übernahme, die auf den ersten Blick ungewöhnlich wirkt: Critical Metals will European Lithium schlucken – ein Unternehmen, das bereits rund 34 Prozent der eigenen Aktien hält. Der eigentliche Antrieb dahinter ist ein Seltene-Erden-Projekt in Grönland.
Tanbreez als Kern des Deals
Critical Metals hat eine vollständige Übernahme aller ausstehenden Aktien von European Lithium vorgeschlagen. Der Deal ist als reiner Aktientausch strukturiert: European-Lithium-Aktionäre sollen 0,035 Critical-Metals-Aktien je gehaltener Aktie erhalten. Der Gesamtwert der Transaktion wird mit rund 835 Millionen US-Dollar beziffert.
Das strategische Ziel ist klar: die vollständige Kontrolle über das Tanbreez-Projekt im südlichen Grönland. Critical Metals hält bereits 92,5 Prozent an dem Seltene-Erden-Vorkommen, European Lithium die verbleibenden 7,5 Prozent. Nach Abschluss der Transaktion würde Critical Metals 100 Prozent halten.
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Die Übernahme löst zudem ein strukturelles Problem. Da European Lithium bereits ein Drittel der Critical-Metals-Aktien besitzt, entstehen durch die Kreuzbeteiligung komplizierte Eigentumsverhältnisse. Critical Metals plant, diese Aktien nach Abschluss einzuziehen – was die Verwässerung reduzieren und den Streubesitz erhöhen soll.
Ehrgeizige Entwicklungspläne für Grönland
Für das laufende Geschäftsjahr hat Critical Metals rund 30 Millionen US-Dollar für Tanbreez eingeplant. Das Programm sieht den Einsatz von bis zu fünf Bohrgeräten sowie den Aufbau einer Pilotanlage vor. Das Projekt gilt als langlebig: Die prognostizierte Minenlaufzeit beträgt 50 Jahre. Metallurgische Tests haben zuletzt Reinheitsgrade von 99,9995 Prozent für die Zielmineralien ergeben, außerdem wurde Gallium nachgewiesen.
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European Lithium bringt neben dem Tanbreez-Anteil weitere Assets in die Gleichung. In Österreich läuft ein Joint Venture für das Wolfsberg-Lithiumprojekt, das über einen bestehenden Abnahmevertrag mit BMW verfügt. Eine abschließende Machbarkeitsstudie für den österreichischen Standort soll bis Ende 2026 vorliegen.
Kritische Rohstoffe als geopolitisches Thema
Der Deal fällt in eine Phase, in der westliche Regierungen die Versorgung mit kritischen Rohstoffen aktiv absichern wollen. Critical Metals arbeitet parallel an einem 50-50-Joint-Venture in Rumänien zur Produktion von Magneten in Militärqualität für die NATO. Hintergrund ist ein Memorandum of Understanding zwischen der EU und den USA vom April 2026, das eine strategische Partnerschaft bei kritischen Mineralien begründet. Die EU hat sich für 2030 vorgenommen, zehn Prozent der kritischen Rohstoffe selbst zu fördern und 40 Prozent der Verarbeitung im Binnenmarkt zu leisten.
Ob die Aktionäre von European Lithium dem vorgeschlagenen Tauschverhältnis zustimmen, wird über den weiteren Zeitplan entscheiden. Die Hauptversammlung zur Abstimmung über die Transaktion ist noch nicht terminiert.
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