Wenige Wochen vor dem geplanten Start der Pilotanlage in Grönland meldet European Lithium über seinen Partner Critical Metals einen operativen Erfolg. Die Ausbeute bei den Seltenen Erden konnte im Labor deutlich gesteigert werden. Anleger reagieren auf die guten Nachrichten allerdings mit Verkäufen – ein Blick auf die jüngste Kurshistorie liefert die Begründung für diese scheinbare Diskrepanz.
Höhere Ausbeute beim Tanbreez-Projekt
Der strategische Partner Critical Metals Corp (CRML) konnte historische Testergebnisse aus dem Jahr 2016 nicht nur bestätigen, sondern spürbar übertreffen. Aktuelle Untersuchungen in Australien lieferten ein Konzentrat von 2,96 Prozent. Das entspricht einer Steigerung von rund 40 Prozent gegenüber früheren Werten. Erreicht wurde dies durch ein optimiertes magnetisches Trennverfahren, das Rückgewinnungsraten von über 85 Prozent ermöglicht.
Für European Lithium ist das hochrelevant. Das Unternehmen ist über seine Beteiligung an der an der Nasdaq gelisteten CRML direkt an dem Tanbreez-Projekt im Süden Grönlands beteiligt. Mit einem Anteil von rund 30 Prozent an schweren Seltenen Erden gilt das Vorkommen als strategisch wichtig für westliche Lieferketten im Technologie- und Rüstungsbereich.
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Der Fahrplan für die nächsten Monate
Das Timing der Laborergebnisse ist entscheidend, da das Projekt nun von der Testphase in den operativen Betrieb übergeht. Bereits im Mai 2026 soll die Pilotanlage anlaufen. Im Juni folgt dann die Entnahme einer 150 Tonnen schweren Großprobe. Abnehmer in der EU, den USA und Saudi-Arabien warten bereits auf erste Lieferungen des hochgradigen Konzentrats, um damit eigene Raffinerieprozesse zu entwickeln.
Um die Logistik vor Ort abzusichern, hatte Critical Metals erst Ende März die Mehrheit an der lokalen Entwicklungsgesellschaft 60° North Greenland ApS übernommen.
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Warum der Kurs trotzdem nachgibt
Trotz der operativen Fortschritte stand das Papier zuletzt unter Druck. Ein Rücksetzer auf 0,136 Euro entspricht einem Tagesverlust von gut 4 Prozent. Verantwortlich dafür sind primär Gewinnmitnahmen. Nach einer beeindruckenden Rally von über 450 Prozent in den vergangenen zwölf Monaten sichern Investoren nun Gewinne ab. Um den Kurs zu stützen und das Vertrauen zu untermauern, startet das Management am 15. April ein neues Rückkaufprogramm. Bis Mitte Oktober sollen bis zu 135 Millionen Aktien über die Börse erworben werden.
Abseits von Grönland gibt es zudem Verzögerungen. Während die Übernahme des US-Titanproduzenten Velta im Januar erfolgreich abgeschlossen wurde, hakt es beim österreichischen Vorzeigeprojekt Wolfsberg. Einsprüche von Anwohnern ziehen die Umweltprüfungen in die Länge. Die finale Investitionsentscheidung mit dem saudischen Partner Obeikan ist nun erst für Ende 2026 angesetzt. Bis dahin wird der für Mai geplante Start der grönländischen Pilotanlage der wichtigste Gradmesser dafür sein, ob sich die vielversprechenden Laborwerte auch im realen Betrieb bestätigen lassen.
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