Nur noch wenige Tage trennen European Lithium von einem entscheidenden Etappenziel der geplanten Fusion mit Critical Metals Corp. Am 15. September, kommenden Dienstag, befasst sich der Supreme Court of Western Australia in Perth um 9:15 Uhr Ortszeit erstmals mit dem Zusammenschluss der beiden Unternehmen. Das Gericht soll dabei Anordnungen treffen, um Versammlungen der Aktionäre und Optionsinhaber einzuberufen.
Die Fusion selbst ist kein neues Thema mehr, die Einreichung des Scheme Booklet bei der australischen Börsenaufsicht ASIC liegt bereits gut eine Woche zurück. Seither hat sich der Kurs kaum bewegt, ein Minus von 1,8 Prozent steht seit jenem Schritt zu Buche. Mit der bevorstehenden Gerichtsanhörung rückt nun aber der nächste konkrete Prüfstein ins Blickfeld der Anleger, bevor die eigentlichen Abstimmungen der Anteilseigner folgen.
Zeitplan bis zum Vollzug
Nach der Anhörung in Perth sollen die Versammlungen der Aktionäre und Optionsinhaber Mitte Oktober stattfinden. Stimmen die Beteiligten zu und erteilt das Gericht seine finale Zustimmung, planen European Lithium und Critical Metals Corp den Abschluss der Transaktion für Anfang November.
Critical Metals Corp würde damit sämtliche ausstehenden Aktien und notierten Optionen von European Lithium übernehmen. Der gerichtliche Weg über ein sogenanntes Scheme of Arrangement ist in Australien der übliche Rahmen für solche Übernahmen und bindet den Vollzug an mehrere Zustimmungsstufen: erst das Gericht, dann die Anteilseigner, am Ende erneut das Gericht zur endgültigen Freigabe.
Kursverlauf bleibt volatil
An der Börse notiert die Aktie am Mittwoch bei 0,2235 Euro und gibt damit 0,9 Prozent nach, nachdem sie am Dienstag noch bei 0,2255 Euro geschlossen hatte. Über die vergangenen 30 Tage steht dennoch ein Plus von 18 Prozent zu Buche, ein Zeichen dafür, dass die Fusionsfantasie den Titel trotz kurzfristiger Schwankungen treibt.
Zum bisherigen 52-Wochen-Hoch von 0,3055 Euro, erreicht Anfang Juni, fehlen der Aktie derzeit 27 Prozent. Die annualisierte Volatilität von 86 Prozent über die vergangenen 30 Handelstage unterstreicht, wie nervös der Markt jeden Schritt im Fusionsprozess verfolgt.
Für Anleger bleibt der 15. September damit die entscheidende Marke der kommenden Woche. Bestätigt das Gericht die Einberufung der Versammlungen wie geplant, rückt der eigentliche Abstimmungstermin im Oktober und mit ihm der angepeilte Vollzug im November greifbar näher.
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