Die geplante Fusion von European Lithium mit Critical Metals stockt auf den letzten Metern. Während die Due-Diligence-Prüfung abgeschlossen ist, fehlt dem australischen Bergbauunternehmen das nötige Kleingeld für den Vollzug. Ein zweistelliger Millionenbetrag blockiert derzeit den vorgeschlagenen Zusammenschluss im Wert von 835 Millionen US-Dollar.
Der 24-Millionen-Dollar-Engpass
Beide Parteien haben die Exklusivitätsfrist verlängert, um einen verbindlichen Umsetzungsvertrag auszuhandeln. Die Konditionen bleiben unverändert: Aktionäre von European Lithium sollen 0,035 neue Papiere von Critical Metals je gehaltener Aktie erhalten. Nach einem erfolgreichen Zusammenschluss würden sie rund 45 Prozent des kombinierten Unternehmens kontrollieren.
Das zentrale Hindernis ist eine strenge Liquiditätsvorgabe. European Lithium muss für den Abschluss Barmittel von mindestens 330 Millionen Australischen Dollar (AUD) vorweisen. Ende März lagen jedoch nur 306 Millionen AUD auf den Konten. Die Lücke von rund 24 Millionen AUD lässt sich kurzfristig schwer schließen. Die aktuelle Exklusivitätsvereinbarung verbietet es dem Management, frisches Eigen- oder Fremdkapital aufzunehmen.
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Warten auf grünes Licht in Grönland
Abseits der Fusionsgespräche rückt das Seltene-Erden-Projekt Tanbreez in Südgrönland in den Mittelpunkt. Eine externe Baufirma hat die dortige Pilotanlage fertiggestellt. Der Startschuss für Mai hängt jetzt ausschließlich an den ausstehenden behördlichen Genehmigungen aus der Hauptstadt Nuuk.
Die technische Basis überzeugt Marktbeobachter. Jüngste metallurgische Tests lieferten eine Konzentratqualität von knapp drei Prozent— eine deutliche Verbesserung gegenüber früheren Messungen. Die Ausbeutungsrate liegt bei über 85 Prozent. Im Juni soll eine 150 Tonnen schwere Gesteinsprobe abgebaut werden. Erste Konzentrate gehen anschließend zur Prüfung an potenzielle Abnehmer in der EU, den USA und Saudi-Arabien.
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Das Projekt bedient ein massives geopolitisches Interesse. China kontrolliert mehr als 80 Prozent des globalen Marktes für Seltene Erden. Westliche Regierungen suchen händeringend nach Alternativen. Die US-Export-Import-Bank hat bereits eine Absichtserklärung über eine Projektfinanzierung von bis zu 120 Millionen US-Dollar unterzeichnet.
Aktie nahe Jahreshoch
Anleger reagieren auf die Gemengelage bemerkenswert gelassen. Die Aktie von European Lithium schloss am 7. Mai bei 0,48 AUD und notiert damit in greifbarer Nähe ihres Jahreshochs. Der Markt preist offenbar einen positiven Ausgang der Fusionsverhandlungen ein.
Die kommenden Wochen bringen Klarheit an zwei Fronten. In Grönland entscheidet sich die Inbetriebnahme der Pilotanlage, während das Management eine kreative Lösung für die fehlenden Millionen finden muss. Da die finale Investitionsentscheidung für das österreichische Wolfsberg-Lithiumprojekt auf frühestens Ende 2026 verschoben wurde, hängt die kurzfristige Entwicklung der Aktie vollständig am Erfolg in Grönland und dem Abschluss des Deals.
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