European Lithium sitzt auf einem gewaltigen Cashberg von über 300 Millionen Australischen Dollar. Dennoch schlagen die Wirtschaftsprüfer Alarm und äußern in den jüngsten Bilanzen formelle Zweifel am Fortbestand des Unternehmens. Um diese Bedenken auszuräumen und den geplanten Betriebsstart im Mai 2026 zu sichern, blickt das Management nun nervös nach Grönland. Dort blockiert eine einzige behördliche Entscheidung den entscheidenden nächsten Schritt.
Warten auf grünes Licht aus Nuuk
Das Schicksal des wichtigen Tanbreez-Seltenerdprojekts hängt derzeit an einer ausstehenden Genehmigung der Behörden in der grönländischen Hauptstadt Nuuk. Das Partnerunternehmen Critical Metals Corp benötigt diese Freigabe zwingend, um seinen Anteil an dem Vorhaben auf 92,5 Prozent aufzustocken und die direkte Beteiligung von European Lithium auf 7,5 Prozent zu reduzieren. Ohne dieses grüne Licht droht der operative Start ins Stocken zu geraten.
Dabei sind die technischen Vorarbeiten weit fortgeschritten. Eine Pilotanlage steht bereits, und jüngste metallurgische Tests zeigten eine Rückgewinnungsrate von über 85 Prozent für alle acht anvisierten Seltenerdelemente. Bereits im Juni sollen 150-Tonnen-Proben an potenzielle Abnehmer in den USA, der EU und Saudi-Arabien verschifft werden. Zudem signalisierte die US-Export-Import-Bank Interesse an einer Finanzierung von bis zu 120 Millionen US-Dollar, um westliche Lieferketten abseits von China aufzubauen.
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Millionen auf dem Konto, Prüfer besorgt
Finanziell präsentiert sich bei dem Rohstoffunternehmen ein widersprüchliches Bild. Durch den teilweisen Verkauf der Anteile an Critical Metals flossen European Lithium kürzlich rund 124 Millionen Australische Dollar zu. Die Gesamtliquidität stieg damit auf beachtliche 322 Millionen Dollar.
Allerdings versahen die Wirtschaftsprüfer die Bilanzen für 2024 und 2025 mit einem Warnhinweis zur Unternehmensfortführung (Going-Concern-Prämisse). Sie begründeten diese ernsthaften Bedenken mit dem negativen Nettoumlaufvermögen und den anhaltenden operativen Verlusten. Eine erfolgreiche Inbetriebnahme in Grönland gilt als entscheidender Katalysator, um diese Zweifel der Prüfer durch einen kommerziellen Machbarkeitsnachweis endgültig zu zerstreuen.
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Rückkauf startet am Mittwoch
Während das Vorzeigeprojekt Wolfsberg in Österreich nach wie vor auf eine finale Investitionsentscheidung mit dem saudischen Partner Obeikan wartet und sich ein möglicher Start auf frühestens Ende 2026 verschiebt, will das Management den Aktienkurs anderweitig stützen. Am kommenden Mittwoch, den 15. April, startet das Unternehmen ein neues, sechsmonatiges Aktienrückkaufprogramm über den Broker Evolution Capital.
Das Marktumfeld bietet dafür aktuell eine gewisse Unterstützung. Die Preise für batteriefähiges Lithiumcarbonat haben sich im ersten Quartal 2026 auf über 26.000 US-Dollar pro Tonne nahezu verdoppelt.
Die kommenden Wochen definieren die kurzfristige Richtung der Aktie. Die Anleger blicken nun auf die Umsetzung des Aktienrückkaufs und warten auf die zwingend notwendige Genehmigung aus Grönland. Sobald Nuuk die Freigabe erteilt, kann die Tanbreez-Pilotanlage den Weg für den geplanten Betriebsstart im Mai ebnen und die formellen Bedenken der Rechnungsprüfer entkräften.
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