Der Jahresabschluss für 2025 enthält einen Going-Concern-Vermerk — und gleichzeitig weist die Bilanz liquide Mittel von 322 Millionen australischen Dollar aus. Dieser Widerspruch ist das Kernthema, das European Lithium derzeit beschäftigt.
Starke Liquidität trotz Verlustausweis
Der Nettoverlust für das Geschäftsjahr 2025 beläuft sich auf 71,49 Millionen AUD, operative Umsätze fehlen weiterhin. Die Going-Concern-Hinweise der Wirtschaftsprüfer begründen sich mit negativem Nettoumlaufvermögen und anhaltenden Verlusten auf Konzernebene.
Auf der Gegenseite steht ein erheblicher Liquiditätspuffer: Der Teilverkauf der Beteiligung an Critical Metals Corp brachte rund 124 Millionen AUD ein und hob die Gesamtliquidität auf 322 Millionen AUD. Das Tanbreez-Projekt in Grönland erzielte 2025 erstmals einen kleinen Gewinn von rund 535.000 Dänischen Kronen — nach einem Verlust von fast 5,5 Millionen DKK im Vorjahr.
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Wolfsberg wartet, Tanbreez liefert den Takt
Das Flaggschiff-Projekt Wolfsberg in Österreich bleibt blockiert. Die Bergbaulizenz wurde zwar um zwei Jahre verlängert, doch Einwände von Anwohnern verzögern die abschließenden Umweltgenehmigungen. Management und Saudi-Partner Obeikan peilen Ende 2026 als möglichen Starttermin an — abhängig von Lithiumpreisen und gesicherter Finanzierung.
Damit rückt Grönland in den Mittelpunkt. Der Zeitplan sieht für Mai 2026 den Start einer Pilotanlage vor, im Juni folgt eine 150-Tonnen-Bulkprobe. Rund 75 Prozent der geplanten Seltenerden-Produktion sind bereits an Kunden in Europa und den USA vorverkauft. Angesichts chinesischer Exportbeschränkungen auf kritische Materialien und eines im März angekündigten US-japanischen Aktionsplans für kritische Mineralien gewinnt das Projekt strategisch an Gewicht.
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Strategische Neuausrichtung und Aktienrückkauf
European Lithium wandelt sich vom reinen Lithiumentwickler zum breiteren Rohstoffanbieter. Im Januar 2026 vereinbarte das Unternehmen die vollständige Übernahme des US-amerikanischen Titanproduzenten Velta Holding — finanziert durch rund 173 Millionen neu ausgegebene Aktien. Velta ist als Prioritätsprojekt im Rahmen des US-ukrainischen Critical Minerals Agreement eingestuft.
Parallel dazu läuft seit April 2026 ein neues Aktienrückkaufprogramm, das bis Oktober bis zu zehn Prozent des ausgegebenen Kapitals zurückkaufen soll. Das Vorgängerprogramm hatte bis Ende März 23,9 Millionen Aktien für rund 4,43 Millionen AUD erworben — alle wurden eingezogen. Das Management begründet den Schritt damit, dass der aktuelle Kurs den inneren Wert des Unternehmens nicht widerspiegle.
Die Aktie notiert bei 0,235 AUD und liegt damit rund 51,5 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch von 0,485 AUD. Mit einem Beta von 3,26 schwankt der Titel deutlich stärker als der Gesamtmarkt. Der Pilotanlagenstart in Tanbreez im Mai 2026 dürfte zeigen, ob das Projekt die Erwartungen der bereits gebundenen Abnehmer aus EU, USA und Saudi-Arabien erfüllen kann.
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