European Lithium hat eine entscheidende Finanzierungslücke für die geplante Fusion mit Critical Metals geschlossen. Aufatmen können Aktionäre dennoch nicht. Eine Untersuchung der Börsenaufsicht, Interessenkonflikte im Management und ein blockiertes Schlüsselprojekt in Österreich überschatten den Deal.
Aufsicht prüft Meldepflichten
Die australische Börsenaufsicht ASX hat eine formelle Untersuchung eingeleitet. Im Zentrum steht die Frage, ob das Unternehmen seine Meldepflichten verletzt hat, nachdem Medienberichte der offiziellen Fusionsankündigung zuvorkamen. European Lithium verteidigt das Timing: Vor der Unterzeichnung einer unverbindlichen Absichtserklärung Ende April seien die Verhandlungen nicht spruchreif gewesen.
Erschwert wird die Lage durch die personelle Struktur der Transaktion. Tony Sage fungiert als Executive Chairman von European Lithium und zeitgleich als CEO von Critical Metals. Dieser doppelte Hut ruft Kritiker auf den Plan. Ein unabhängiger Ausschuss prüft nun den Deal im Auftrag der Minderheitsaktionäre, um eine faire Preisgestaltung sicherzustellen.
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Kapital gesichert, Vertrag verzögert
Finanziell hat das Management immerhin geliefert. Durch den Verkauf eines Aktienpakets nahm das Unternehmen 45 Millionen Australische Dollar ein und schloss damit eine kritische Lücke. Die verfügbaren Mittel steigen auf rund 356 Millionen Dollar— genug, um die Mindestanforderung für die geplante Aktientransaktion zu erfüllen.
Der eigentliche Fusionsvertrag lässt allerdings auf sich warten. Nachdem eine erste Frist im Mai verstrichen ist, peilen beide Seiten nun Mitte 2026 für die finale Unterzeichnung an. Geplant ist ein Aktientausch, der die Fusion mit über 800 Millionen US-Dollar bewertet.
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Saudische Raffinerie braucht österreichisches Erz
Abseits der Fusionspläne treibt European Lithium seine nachgelagerte Verarbeitung voran. Das Ingenieurbüro Hatch soll eine Lithiumhydroxid-Raffinerie in Saudi-Arabien entwerfen. Die Anlage ist auf eine Jahreskapazität von 20.000 Tonnen ausgelegt.
Die Strategie hat einen Haken: Das Rohmaterial für die saudische Raffinerie soll aus dem Wolfsberg-Projekt in Österreich kommen. Dort hat ein Gericht kürzlich eine wichtige Genehmigung gekippt. Die finale Investitionsentscheidung verschiebt sich dadurch auf Ende 2026. Bis das österreichische Bergwerk liefert, hängt das saudische Raffinerieprojekt in der Luft.
An der Börse preisen Investoren die Risiken zunehmend ein. Nach einer Kursverdopplung im Vorfeld der Fusionsankündigung gab die Aktie zuletzt wieder nach und schloss Mitte Mai bei 0,42 Australischen Dollar. Der nächste harte Prüfstein folgt im dritten Quartal 2026. Dann stimmen die Aktionäre über die Fusion ab— vorausgesetzt, der verbindliche Vertrag liegt bis dahin vor.
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