Anleger von European Metals Holdings erleben einen herben Rückschlag. Zuvor geschürte Hoffnungen auf massive Kosteneinsparungen beim Lithiumprojekt Cinovec relativierte das Management nun deutlich. Die Quittung folgte prompt an der Börse.

Die Aktie verlor am Dienstag 9,09 Prozent und rutschte auf 0,15 Euro ab. Damit weitete sich das Minus seit Jahresbeginn auf rund 29 Prozent aus.

Einsparungen nur vorläufig

Das Unternehmen ruderte bei den potenziellen Einsparungen von 112 Millionen US-Dollar zurück. Diese Summe nannte das Management zuvor im Zusammenhang mit einer neuen Tunnelofentechnologie. Nun stellte European Metals klar: Diese Zahlen sind bisher rein vorläufig.

Für eine verbindliche Prognose fehlen momentan detaillierte technische Studien. Die offizielle Basis für Investoren bleibt daher die Machbarkeitsstudie vom Dezember 2025. Damit entfällt vorerst das Argument geringerer Anfangsinvestitionen und niedrigerer Betriebskosten von jährlich zehn Millionen US-Dollar.

Neue Studie erst Ende 2026

Der Zeitplan für das tschechische Prestigeprojekt verschiebt sich nach hinten. Sollte das Unternehmen die neue Technologie tatsächlich einsetzen, wird eine aktualisierte Machbarkeitsstudie notwendig. Diese plant European Metals erst für Ende 2026 ein.

Das Management wählt nun einen vorsichtigeren Kurs bei der Kommunikation technischer Fortschritte. Ziel ist es, die Erwartungen der Geldgeber enger an verifizierbare Daten zu knüpfen. Parallel dazu belasten geopolitische Spannungen im Nahen Osten und steigende Inflationssorgen das allgemeine Marktumfeld.

Für Investoren zählt vorerst wieder der Stand von Ende 2025. Erst in der zweiten Jahreshälfte 2026 wird die neue Studie zeigen, ob die Optimierungen tatsächlich die Wirtschaftlichkeit des Cinovec-Projekts steigern. Bis dahin bleibt der Kurs deutlich unter seinem 50-Tage-Durchschnitt von 0,18 Euro.