Eutelsat baut sein Geschäft mit Hochgeschwindigkeits-Internet aus dem All weiter aus. Der Satellitenbetreiber schloss eine milliardenschwere Partnerschaft mit AST Networks, einem globalen Anbieter von Satellitenkommunikation.
Die Vereinbarung fokussiert sich auf den maritimen Sektor. AST Networks wird künftig deutlich mehr Kapazitäten auf Eutelsats OneWeb-Satelliten im niedrigen Erdorbit (LEO) nutzen. Schiffe, Ölplattformen und andere maritime Kunden bekommen so schnellere und stabilere Verbindungen.
Die Nachfrage wächst rasant. Reedereien wollen ihre Flotten digitalisieren, Crews surfen, und autonome Systeme brauchen zuverlässige Datenlinks. Eutelsat liefert genau das.
Weitere Großaufträge
Der AST-Deal ist nicht der einzige Erfolg. In Angola sicherte sich Eutelsat einen Millionenvertrag mit Mercury, einer Tochter des Sonangol-Konzerns. Mercury wird die LEO-Dienste für Kunden in den Bereichen Telekommunikation, Offshore und öffentliche Infrastruktur einsetzen.
Besonders gewichtig ist der CENTAURE-Rahmenvertrag mit dem französischen Verteidigungsministerium. Das Gesamtvolumen liegt bei rund einer Milliarde Euro. Die erste Tranche über 138 Millionen Euro läuft über vier Jahre. Ziel: die OneWeb-Dienste für das Militär absichern, bis das europäische IRIS²-Netzwerk startet.
Abgestürzte Aktie
Die Kurse spiegeln den Optimismus nicht wider. Eutelsat notiert aktuell bei 2,43 Euro. Auf Wochensicht verlor die Aktie über 15 Prozent, im Monat sogar fast 35 Prozent.
Gemessen am 52-Wochen-Hoch von 4,62 Euro aus dem Mai liegt der Titel rund 47 Prozent tiefer. Positiv: Seit Jahresbeginn steht immerhin ein Plus von knapp 36 Prozent.
Das Management hält am Ausblick fest. Für das Geschäftsjahr 2025/2026 erwartet Eutelsat einen stabilen Umsatz wie im Vorjahr. Die LEO-Erlöse sollen kräftig zulegen und die sinkenden Einnahmen aus dem traditionellen Satellitenfernsehen ausgleichen.
Die jüngst platzierten Anleihen über 1,5 Milliarden Euro fließen in den Ausbau des LEO-Netzwerks und reduzieren Refinanzierungsrisiken. Die nächsten Monate werden zeigen, ob die Auftragsflut auch in die Bilanz durchschlägt.
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