Eutelsat weitet sein Breitbandgeschäft auf Nordafrika aus. Gemeinsam mit Orange Tunisie startet der Konzern einen satellitengestützten Konnektivitätsdienst für Unternehmenskunden und staatliche Institutionen in Tunesien — ein weiterer Schritt in der laufenden Transformation vom TV-Übertragungsanbieter zum Datennetzwerk-Betreiber.
LEO-Technologie als Rückgrat des Wachstums
Technische Basis ist Eutelsats Low-Earth-Orbit-Konstellation, die in Regionen ohne ausreichende Glasfaser- oder Mobilfunkinfrastruktur Hochgeschwindigkeitsverbindungen mit geringer Latenz ermöglicht. Die Kooperation mit Orange läuft bereits seit Juni 2025 im Rahmen einer übergeordneten Vereinbarung, die schrittweise in verschiedenen Märkten des Nahen Ostens und Afrikas ausgerollt wird.
Dass das Modell trägt, zeigen die Halbjahreszahlen für das Geschäftsjahr 2025/26: Das LEO-Segment wuchs um rund 60 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Das klassische Videogeschäft steht strukturell weiter unter Druck, während die feste Konnektivität um mehr als 11 Prozent zulegte. Mittlerweile steuert das LEO-Geschäft etwa ein Fünftel zum Gesamtumsatz bei.
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B2B-Partnerschaften als Wachstumshebel
Die Partnerschaft mit Orange illustriert die Kernstrategie: Statt direkt an Endkunden zu verkaufen, setzt Eutelsat auf etablierte Telekommunikationsanbieter als Vertriebskanal. Das reduziert den Aufwand für den Aufbau lokaler Vertriebsstrukturen und ermöglicht eine effizientere Auslastung der Satellitenkapazitäten.
Als Multi-Orbit-Betreiber — nach der Fusion mit OneWeb kombiniert Eutelsat geostationäre Satelliten (GEO) mit der LEO-Konstellation — kann der Konzern unterschiedliche Kundenbedürfnisse bedienen. GEO-Kapazitäten bleiben für Broadcasting-Kunden relevant, während LEO den Zugang zum wachstumsstarken Breitband- und Mobilfunkmarkt in Schwellenländern öffnet. Tunesien ist dabei kein Endpunkt, sondern Teil einer schrittweisen regionalen Ausweitung, die das Gewicht des Konnektivitätsgeschäfts im Konzernportfolio weiter verschieben dürfte.
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