Turbulente Woche für den Satellitenbetreiber Eutelsat. Nach einem deutlichen Kursrückgang fand die Aktie Mitte der Woche zurück nach oben. Auslöser: wachsendes Vertrauen in das kommerzielle Potenzial der OneWeb-Konstellation im erdnahen Orbit.
Am Freitag schloss die Aktie bei 2,94 Euro – ein Minus von 5,11 Prozent an einem Tag. Auf Wochensicht steht ein Verlust von 3,61 Prozent. Der kurzfristige Abwärtstrend scheint sich jedoch nicht zu verfestigen.
Zwei Deals, eine Botschaft
Am 11. Juni erholte sich der Kurs auf 2,93 Euro. Analysten führen die Bewegung auf optimistischere Einschätzungen zu Eutelsats LEO-Diensten zurück. Gestützt wird diese Stimmung durch zwei frische Partnerschaften.
Eutelsat arbeitet künftig mit Voimatel zusammen, einem finnischen Anbieter von Telekommunikations-Infrastruktur. Ziel: LEO-Konnektivität in Finnland ausbauen. Parallel dazu sicherte sich Eutelsat mit Tototheo Global einen weiteren Partner. Das maritime Technologieunternehmen will LEO-Dienste für Schifffahrt, Unternehmen und Behörden nutzen.
Die Botschaft ist klar: Eutelsat bringt seine Satellitenflotte in die Breite. Nach Jahren der Investitionen zeichnet sich jetzt ein kommerzieller Durchbruch ab.
Volatilität prägt das Bild
Der Blick auf die jüngere Kursentwicklung offenbart eine Achterbahnfahrt. Vor einem Monat notierte die Aktie noch bei rund 4,55 Euro – nahe am 52-Wochen-Hoch von 4,62 Euro. Dann folgte ein steiler Rutsch. Am 10. Juni fiel der Kurs auf rund 2,79 Euro. Die Erholung am Tag darauf zeigt: Die Anleger sind hin- und hergerissen.
Trotz der jüngsten Schwäche steht unterm Strich ein starkes Jahresplus von 64 Prozent. Seit zwölf Monaten beträgt der Zuwachs 20 Prozent. Der 50-Tage-Durchschnitt von 2,98 Euro liegt nur knapp über dem aktuellen Kurs – ein Zeichen, dass die Aktie technisch nicht überkauft wirkt.
Die August-Zahlen werden zeigen, ob der Optimismus berechtigt ist. Dann legt Eutelsat die Geschäftszahlen für das Gesamtjahr vor – und liefert den ersten echten Belastungstest für die LEO-Strategie.
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