Eutelsat hat am 29. Oktober für seine vier operativen Geschäftsbereiche einen Quartalsumsatz von 278 Millionen Euro gemeldet. Auf vergleichbarer Basis entspricht das einem Rückgang um 2,1 Prozent; seine finanziellen Ziele bestätigte das Unternehmen dennoch. Die Aktie fiel gestern um 2,8% — ein Zusammenhang mit den Quartalszahlen ist damit nicht belegt.

Videogeschäft belastet das Quartal

Der Umsatz der vier operativen Bereiche blieb unter der durchschnittlichen Analystenerwartung von 291 Millionen Euro, wie Reuters berichtete. Die Nachrichtenagentur nannte die verfehlte Schätzung und die anhaltende Schwäche im Videogeschäft als wesentliche kurzfristige Belastungen.

Der gesamte Konzernumsatz erreichte im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2026–27 nach Unternehmensangaben 286 Millionen Euro. Auf vergleichbarer Basis sank er um 0,9 Prozent.

Dabei entwickelten sich die Geschäftsfelder unterschiedlich: Der Umsatz im LEO-Geschäft stieg um 30,1 Prozent auf 70,9 Millionen Euro.

Im Videogeschäft fiel der Erlös dagegen um 17,8 Prozent auf 110 Millionen Euro.

IRIS² mit langfristigen Erlöserwartungen

Für kommerzielle Dienstleistungen im Rahmen von IRIS² erwartet Eutelsat laut Reuters mehr als 10 Milliarden Euro Umsatz. Diese Erwartung bezieht sich auf den Zeitraum von 2032 bis 2040.

Daneben enthält das Auftragsbuch Einnahmen aus Planung und Bau von IRIS² in Höhe von 8,9 Milliarden Euro. Diese Erlöse werden überwiegend zwischen 2027 und 2031 erwartet.

Eine weitere Vereinbarung betrifft die Nutzung des OneWeb-Netzes: SES kündigte am Montag ein Abkommen mit Finnair zur Anbindung von 18 Flugzeugen des Typs Embraer E195-E2 an. Dabei sollen geostationäre Dienste von SES mit LEO-Kapazität aus Eutelsats OneWeb-Netz kombiniert werden. Das erste entsprechend angebundene Flugzeug soll 2027 den Betrieb aufnehmen.