Drei Verträge in zwei Tagen: Eutelsat hat innerhalb kürzester Zeit seine Position im lateinamerikanischen Satellitenmarkt ausgebaut. Das Unternehmen verlängerte seine Zusammenarbeit mit dem mexikanischen Anbieter PCTV und schloss eine neue Partnerschaft mit dem karibischen Betreiber Co-op Cable. Die Botschaft ist klar: GEO-basierte Videoverteilung hat in der Region noch Zukunft.
Mexiko: Nahezu alle großen Sender auf einer Plattform
PCTV — Teil der Megacable-Gruppe und einer der führenden Aggregatoren in Mexiko — setzt weiterhin auf den Satelliten EUTELSAT 117 West A. Über diese Plattform versorgt PCTV Kabelkopfstationen im ganzen Land mit nationalen und internationalen Sendern.
Die Verlängerung folgt unmittelbar auf eine Einigung mit Cadena Tres, dem drittgrößten nationalen TV-Netzwerk Mexikos. Damit bündelt Eutelsat nahezu alle bedeutenden öffentlichen und privaten Broadcaster des Landes auf einem einzigen Orbitalstandort. Das ist eine starke Ausgangslage für künftige Vertragsgespräche.
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Karibik: Bündelangebote für unterversorgte Regionen
Parallel dazu startete Eutelsat am 21. April eine neue Partnerschaft mit Co-op Cable aus Barbados. Der Betreiber nutzt künftig den Satelliten EUTELSAT 65 West A, um TV- und Internetdienste gebündelt anzubieten — vor allem in Regionen, wo klassische Infrastruktur fehlt. Haushalte und Hotelbetriebe sollen von dem Angebot profitieren.
Alter Satellit, neue Strategie
Während die Vertragsabschlüsse einlaufen, verabschiedet sich Eutelsat von einem Veteranen. Der Satellit Eutelsat 139 West A wurde nach 22 Betriebsjahren aus dem Dienst genommen — ursprünglich für 12 Jahre ausgelegt. Die Verfügbarkeit lag laut Unternehmen über die gesamte Laufzeit bei mehr als 99,99 Prozent.
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GEO verteidigen, LEO ausbauen
Hinter dem Lateinamerika-Vorstoß steckt eine doppelte Logik. Eutelsat muss sein GEO-Videogeschäft stabilisieren, während der Markt für klassische Satellitenübertragung strukturell schrumpft. Frühere Kapazitätsverträge auf russischen Raumfahrzeugen endeten — teils durch technische Ausfälle, teils durch Sanktionsfolgen.
Das LEO-Segment wächst indes kräftig. OneWeb-Umsätze stiegen zuletzt um fast 60 Prozent auf rund 111 Millionen Euro. LEO macht bereits etwa 20 Prozent des Gesamtumsatzes aus. Für das laufende Jahr peilt das Management 50 Prozent LEO-Wachstum an und hält an einem angestrebten Verhältnis von Nettoverschuldung zu EBITDA von etwa 2,7x fest.
Die Aktie notiert aktuell bei 2,79 Euro — seit Jahresbeginn ein Plus von rund 56 Prozent, wenngleich der Kurs auf Jahressicht noch knapp 22 Prozent im Minus liegt. Der RSI von 11,4 signalisiert eine stark überverkaufte technische Lage. Ob die neuen Vertragsabschlüsse das Vertrauen der Investoren in die GEO-Stabilität festigen, wird sich spätestens beim nächsten Quartalsbericht zeigen.
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