Evonik Aktie: Dividendenkürzung

Der Spezialchemiekonzern senkt die Ausschüttung für Aktionäre und startet ein umfassendes Sparprogramm, um im schwierigen Marktumfeld die finanzielle Flexibilität zu stärken.

Evonik Aktie
Kurz & knapp:
  • Bereinigtes EBITDA rutscht unter angepasste Zielmarke
  • Neue Dividendenpolitik mit geringerer Ausschüttungsquote
  • Effizienzprogramm sieht Abbau von bis zu 2.000 Stellen vor
  • Aktie reagiert mit Kursgewinn auf veröffentlichte Zahlen

Der Spezialchemiekonzern aus Essen hat heute Zahlen vorgelegt, die das schwierige Marktumfeld widerspiegeln. Das bereinigte operative Ergebnis (EBITDA) sank 2025 von 2,065 Milliarden auf 1,874 Milliarden Euro – knapp unter dem im September angepassten Ziel von 1,9 Milliarden Euro. Der Umsatz rutschte um 7 Prozent auf 14,1 Milliarden Euro ab.

Überraschend positiv fiel dagegen der Nettogewinn aus: Mit 265 Millionen Euro übertraf Evonik das Vorjahresergebnis von 222 Millionen Euro. Dennoch bleibt die Chemiebranche unter Druck – hohe Energiekosten in Deutschland, zunehmende Konkurrenz aus China und schwache Konjunktur machen dem MDAX-Konzern zu schaffen.

Stellenabbau und neue Strategie

Konzernchef Christian Kullmann setzt weiterhin auf das Effizienzprogramm „Evonik Tailor Made“. Bis zu 2.000 Stellen sollen abgebaut werden, um die Kosten deutlich zu senken. Mittelfristig konzentriert sich das Management auf eine Kapitalrendite (ROCE) von 11 Prozent.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Evonik?

Für 2026 erwartet Evonik ein bereinigtes EBITDA zwischen 1,7 und 2,0 Milliarden Euro – im Mittel also 1,85 Milliarden Euro. Das entspricht in etwa dem Niveau von 2025 und zeigt: Eine schnelle Erholung ist nicht in Sicht. Die vollständigen Geschäftszahlen folgen am 4. März.

Aktionäre bekommen weniger

Die größte Änderung betrifft die Dividendenpolitik. Künftig sollen nur noch 40 bis 60 Prozent des bereinigten Konzernergebnisses ausgeschüttet werden – deutlich weniger als bisher. Für 2025 schlägt der Vorstand eine Dividende von 1,00 Euro je Aktie vor, nach 1,17 Euro im Vorjahr. Das ergibt beim aktuellen Kurs eine Rendite von etwa 7 Prozent.

Kullmann begründet den Schritt mit der Notwendigkeit, finanzielle Flexibilität für Investitionen und Schuldenabbau zu bewahren. Eine „verbesserte Balance“ zwischen Aktionärsbeteiligung und Zukunftsfähigkeit sei das Ziel. Die neue Dividendenpolitik gilt ab dem Geschäftsjahr 2026. Die Aktie reagierte am Donnerstag mit einem Plus von knapp 3 Prozent – offenbar hatten Anleger mit noch schlechteren Nachrichten gerechnet.

Evonik-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Evonik-Analyse vom 5. Februar liefert die Antwort:

Die neusten Evonik-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Evonik-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 5. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Evonik: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Evonik Jahresrendite