Evonik Aktie: Methion dreht die Stimmung

Barclays hebt Evonik auf 'Overweight' und erhöht das Kursziel auf 17 Euro, da steigende Preise für den Futtermittelzusatz Methion die Margen stärken.

Evonik Aktie
Kurz & knapp:
  • Barclays sieht Aufwärtspotenzial von rund 19 Prozent
  • Geopolitische Spannungen treiben Methion-Preise an
  • Evonik profitiert von geringerer Gasabhängigkeit
  • Kursziel wird von 16 auf 17 Euro angehoben

Steigende Methion-Preise und eine vergleichsweise geringe Erdgasabhängigkeit — Barclays sieht bei Evonik mehr Potenzial als bisher. Das britische Analysehaus hat die Aktie auf „Overweight“ hochgestuft und das Kursziel von 16 auf 17 Euro angehoben.

Lieferengpässe bei Futtermittelzusätzen als Kurstreiber

Der Schlüssel zur neuen Einschätzung liegt im Methion-Markt. Die Aminosäure ist ein essenzieller Futtermittelzusatz — und ihr Preis war lange ein Belastungsfaktor für Evonik. Nun dreht sich das Bild: Geopolitische Spannungen rund um den Iran-Konflikt sorgen für Angebotsengpässe auf den Weltmärkten. Der resultierende Preisauftrieb stärkt die Margen in genau der Sparte, die Anleger zuletzt skeptisch beäugt hatten.

Analyst Anil Shenoy von Barclays bescheinigt der Aktie damit ein Aufwärtspotenzial von rund 19 Prozent gegenüber dem aktuellen Kursniveau von etwa 14,27 Euro.

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Evonik vs. Lanxess: Zwei Wege durch die Branchenkrise

Besonders aufschlussreich ist der Blick auf die Konkurrenz. Ausgerechnet am heutigen Donnerstag kündigte Lanxess ein verschärftes Sparprogramm an: 100 Millionen Euro zusätzliche Einsparungen jährlich bis 2028, rund 550 Stellen werden gestrichen. Hintergrund ist ein deutlicher Rückgang des operativen Ergebnisses — getrieben unter anderem durch hohe Energiekosten.

Evonik zeigt sich hier widerstandsfähiger. Die Produktion in den Kernbereichen gilt als weniger gasintensiv als bei breit aufgestellten Basischemikalien-Herstellern. Diese Kostenstruktur wird am Kapitalmarkt derzeit klar honoriert — und erklärt, warum Barclays den Titel hochstuft, während andernorts der Rotstift regiert.

Das Kursziel von 17 Euro bleibt allerdings ambitioniert: In den vergangenen zwölf Monaten hat die Aktie rund 35 Prozent an Wert verloren. Eine nachhaltige Erholung hängt davon ab, ob die Methion-Preise stabil bleiben und die geopolitischen Rahmenbedingungen keine neuen Lieferkettenstörungen erzeugen.

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