Die ExxonMobil-Aktie legte im vorbörslichen Handel an der NYSE am Montag um 3,9 Prozent auf 127,43 US-Dollar zu. Auslöser der Rally: Die überraschende Militäroperation der USA in Venezuela und die damit verbundenen Öl-Milliardeninvestitionen, die Donald Trump ankündigte.
In der Nacht zum Samstag stürmten US-Spezialeinheiten der Delta Force Venezuela und nahmen Präsident Nicolás Maduro samt Ehefrau fest. Die Operation „Absolute Resolve“ richtete sich gegen Militärstützpunkte, Flughäfen und Häfen. Maduro sitzt nun in New York in Haft – ihm droht ein Prozess wegen „Drogenterrorismus“.
Milliarden für marode Öl-Infrastruktur
Trump kündigte bei einer Pressekonferenz in Mar-a-Lago an, dass US-Ölkonzerne in den kommenden Monaten Milliarden Dollar in den Wiederaufbau der venezolanischen Öl-Infrastruktur investieren werden. Die USA wollen das Land „so lange führen“, bis ein geordneter Übergang gesichert ist.
Für ExxonMobil dürfte das besonders interessant werden: Venezuela verfügt über die größten Erdölreserven der Welt – rund 300 Milliarden Barrel. Die Infrastruktur ist nach Jahren der Misswirtschaft allerdings „schwer beschädigt“, wie Trump es formulierte.
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Chevron mit größtem Vorsprung
Der Konkurrent Chevron schoss vorbörslich noch deutlicher nach oben: Plus 7,76 Prozent auf 168 US-Dollar – der höchste Stand seit neun Monaten. Chevron ist derzeit das einzige große US-Ölunternehmen mit Präsenz in Venezuela und damit in der Pole Position für künftige Großaufträge.
ConocoPhillips kletterte um 7,2 Prozent. Die gesamte US-Ölbranche profitiert von der Aussicht auf Zugang zu den venezolanischen Reserven.
UN-Sicherheitsrat tagt – Völkerrechtsverstoß?
Der UN-Sicherheitsrat beraumte für Montag, 16 Uhr MEZ, eine Sondersitzung an. Venezuela hatte die Einberufung beantragt und spricht von einem Verstoß gegen die UN-Charta. Russland und China unterstützen diese Forderung.
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Völkerrechtler wie Professor Kai Ambos von der Uni Göttingen bezeichneten den Militäreinsatz als völkerrechtswidrig – es fehle sowohl an Selbstverteidigung als auch an einem UN-Mandat. Mary Ellen O’Connell von der Notre Dame Law School sprach gar von „Kidnapping“.
Rubio setzt auf Druck und Kontrolle
US-Außenminister Marco Rubio machte in einem NBC-Interview klar: Mit Maduro waren „weder verlässliche Absprachen noch Deals möglich“. Washington wolle Venezuela kontrollieren, bis zentrale US-Interessen durchgesetzt sind – darunter das Ende des Drogenhandels und die Nutzung der Ölindustrie gegen US-Gegner.
Eine schnelle demokratische Neuordnung plant Washington nicht. Vizepräsidentin Delcy RodrÃguez sei laut Trump „zur Zusammenarbeit bereit“ – sie habe „keine andere Wahl“.
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