Exxon Mobil steht vor einer heiklen Situation. US-Präsident Donald Trump signalisierte am Sonntag, dass er den Ölkonzern möglicherweise von Investitionen in Venezuela ausschließen könnte – und das ausgerechnet, nachdem CEO Darren Woods das südamerikanische Land bei einem Treffen im Weißen Haus als „uninvestierbar“ bezeichnet hatte.
Enteignung lässt Exxon zögern
Die Zurückhaltung von Exxon hat handfeste Gründe. Venezuela hatte die Vermögenswerte des Konzerns bereits 2007 enteignet. Caracas schuldet Exxon und anderen betroffenen Unternehmen Milliarden Dollar aus Schiedsverfahren. „Wir wurden dort zweimal enteignet, und Sie können sich vorstellen, dass ein dritter Eintritt ziemlich signifikante Veränderungen erfordern würde“, erklärte Woods gegenüber Trump.
Der Exxon-Chef stellte klar: Die derzeitigen rechtlichen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Venezuela machen Investitionen unmöglich. Eine deutliche Absage – die bei Trump offenbar nicht gut ankam.
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Trump setzt Öl-Manager unter Druck
Der US-Präsident hatte die Führungskräfte großer Ölkonzerne ins Weiße Haus geladen und von ihnen Investitionen in Höhe von mindestens 100 Milliarden Dollar in Venezuela gefordert. Seine Botschaft war unmissverständlich: „Wenn Sie nicht mitmachen wollen, sagen Sie mir einfach Bescheid, denn ich habe 25 Leute, die heute nicht hier sind, die bereit sind, Ihren Platz einzunehmen.“
Nach dem Treffen sprach Trump von einer „Vereinbarung“, wonach Hunderte Milliarden Dollar in das südamerikanische Land fließen würden. Details nannte er nicht. Währenddessen zeigte sich die spanische Repsol deutlich kooperativer und kündigte an, die Produktion in Venezuela innerhalb von zwei bis drei Jahren zu verdreifachen.
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Venezuela lockt mit riesigen Reserven
Mit geschätzten 303 Milliarden Barrel verfügt Venezuela über die größten Ölreserven weltweit. Die Infrastruktur ist jedoch marode, der Wiederaufbau dürfte Jahre dauern und Milliarden verschlingen. Hinzu kommt: Es handelt sich überwiegend um Schweröl, das spezielle Raffinerietechnik erfordert.
Die ING-Analysten warnen zugleich vor Risiken auf der Angebotsseite. Iran, der viertgrößte OPEC-Produzent mit 3,2 Millionen Barrel pro Tag, erlebt derzeit gewaltsame Proteste mit über 500 Toten. Sollten die USA intervenieren, drohen iranische Beamte mit Angriffen auf US-Militärbasen in der Region – was die Energieströme durch die strategisch wichtige Straße von Hormus gefährden könnte.
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