ExxonMobil Aktie: Venezuela-Absage mit Folgen

Die ExxonMobil-Aktie gerät unter Druck, nachdem US-Präsident Trump den Ausschluss des Konzerns von Bohrprojekten in Venezuela signalisierte. Analysten sehen erhebliche politische und rechtliche Hürden für ein Engagement.

Exxon Mobil Aktie
Kurz & knapp:
  • Trump signalisiert Ausschluss von Venezuela-Projekten
  • Exxon-Chef bezeichnet Land als nicht investierbar
  • Vergangene Enteignungen bleiben unentschädigt
  • Analysten warnen vor Angebotsrisiken am Ölmarkt

Die ExxonMobil-Aktie gerät am Montag unter Druck und verliert 0,7 Prozent. Der Grund: US-Präsident Donald Trump hat angedeutet, den Ölkonzern von Bohrungen in Venezuela auszuschließen. Eine bemerkenswerte Wendung in der sich entspannenden Venezuela-Politik der USA.

Klare Ansage des Exxon-Chefs

Die Konfrontation bahnte sich bereits am Freitag an. Bei einem Treffen mit Regierungsvertretern machte Exxon-Chef Darren Woods eine unmissverständliche Aussage: Venezuela sei derzeit „uninvestable“ – nicht investierbar. Eine deutliche Absage an mögliche Geschäfte in dem südamerikanischen Land, trotz verlockender Ölreserven.

Trumps Reaktion folgte prompt. Der Präsident signalisierte, dass er geneigt sei, ExxonMobil tatsächlich von venezolanischen Bohrprojekten auszuschließen. Dabei hatte die US-Regierung erst kürzlich Signale gesendet, die Restriktionen gegen Venezuelas Ölsektor zu lockern. Finanzminister Scott Bessent kündigte an, bereits diese Woche weitere Sanktionen aufheben zu können, um Ölverkäufe zu ermöglichen.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Exxon Mobil?

Das Venezuela-Dilemma der Ölmultis

Hinter Woods‘ hartem Urteil steckt mehr als nur politische Unsicherheit. Mehrere internationale Ölkonzerne, darunter auch ExxonMobil, wurden in der Vergangenheit von der venezolanischen Regierung enteignet. Internationale Gerichte sprachen ihnen Entschädigungen zu – die bis heute nicht gezahlt wurden.

Analysten der ING sehen das Problem klar: „Es dürfte schwierig werden, dass Ölunternehmen, deren Vermögenswerte zuvor von der venezolanischen Regierung enteignet wurden, ohne die ihnen in internationalen Gerichten zugesprochene Entschädigung zurückkehren.“ Ein Wiedereinsteig ohne signifikante politische und rechtliche Reformen? Kaum vorstellbar.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Exxon Mobil?

Angebotsrisiken drücken den Ölpreis – noch

Paradoxerweise zeigt sich der Ölmarkt wenig beeindruckt von der Venezuela-Causa. Die Notierungen für Brent und WTI geben am Montag leicht um bis zu 0,3 Prozent nach. Goldman Sachs rechnet sogar mit weiter fallenden Preisen in 2026 und prognostiziert einen durchschnittlichen Brent-Preis von 56 Dollar je Barrel – deutlich unter dem aktuellen Niveau von rund 63 Dollar.

Der Grund: Ein erwarteter Angebotsüberschuss von 2,3 Millionen Barrel pro Tag könnte den Markt belasten. Doch die Rechnung könnte ohne massive Versorgungsstörungen oder OPEC-Produktionskürzungen aufgehen – und genau hier liegt das Risiko. Die ING-Analysten warnen vor „erheblichen Angebotsrisiken“ durch die Lage im Iran, dem viertgrößten OPEC-Mitglied mit einer Tagesproduktion von 3,2 Millionen Barrel.

Für ExxonMobil bedeutet die Venezuela-Entwicklung vorerst: Chancen verpasst, aber möglicherweise auch Risiken vermieden. Ob sich diese Zurückhaltung auszahlt, wird sich zeigen, wenn andere Wettbewerber den Markt möglicherweise neu aufteilen.

Exxon Mobil-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Exxon Mobil-Analyse vom 12. Januar liefert die Antwort:

Die neusten Exxon Mobil-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Exxon Mobil-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 12. Januar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Exxon Mobil: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Exxon Mobil Jahresrendite