EZB: Ende des Zinssenkungszyklus rückt näher

Die Europäische Zentralbank deutet das Auslaufen ihres Lockerungskurses an, was den Euro stützt. Politische Unsicherheiten in Frankreich wirken jedoch als Gegenkraft auf die Gemeinschaftswährung.

EZB Aktie
Kurz & knapp:
  • EZB nähert sich dem Ende ihres Zinssenkungszyklus
  • Französische Haushaltskrise belastet den Euro-Kurs
  • Pfund profitiert von vorsichtigerer Bank of England
  • Geldpolitische Divergenz prägt Devisenmärkte

Der Euro zeigt sich zum Wochenstart in einem Spannungsfeld divergierender Kräfte. Während politische Turbulenzen aus Frankreich auf die Gemeinschaftswährung drücken, stabilisieren geldpolitische Erwartungen rund um die Europäische Zentralbank das Sentiment der Anleger.

Die jüngsten Signale aus Frankfurt deuten darauf hin, dass der Zinssenkungszyklus der EZB seinem Ende entgegengeht. Diese Einschätzung verleiht dem Euro Rückenwind und begrenzt Abwärtsbewegungen gegenüber anderen Währungen. Investoren positionieren sich zunehmend auf ein baldiges Auslaufen der lockeren Geldpolitik.

Politisches Chaos belastet den Euro

Gegenläufig wirkt die angespannte Haushaltslage in Frankreich. Premierminister Sébastien Lecornu bestätigte, dass das Parlament den Haushalt nicht mehr bis zum Jahresende verabschieden kann. Ein Sondergesetz zur Fortschreibung wird damit unumgänglich. EUR/USD reagierte auf diese Nachricht mit einem Rückgang auf 1,1710.

Das EUR/JPY-Paar notiert am Montag bei etwa 183,80 und verliert 0,25%. Der japanische Yen profitiert von Spekulationen über weitere Zinserhöhungen durch die Bank of Japan. Doch auch hier wirkt die EZB-Erwartung dämpfend auf größere Euro-Verluste.

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Pfund gewinnt an Boden

Gegenüber dem britischen Pfund zeigt sich der Euro ebenfalls unter Druck. EUR/GBP handelt bei rund 0,8715 und damit leicht schwächer. Das Sterling erhält Unterstützung durch Erwartungen, dass die Bank of England ihren Lockerungszyklus deutlich vorsichtiger gestalten wird als andere Notenbanken.

Die BoE nähert sich nach Einschätzung von Marktteilnehmern bereits neutralen Zinsniveaus, was den Spielraum für weitere Senkungen begrenzt. Im Kontrast dazu stützt die Aussicht auf ein Ende der EZB-Zinssenkungen den Euro und verhindert einen stärkeren Abverkauf unter die Marke von 0,8750.

Die geldpolitische Divergenz zwischen den großen Notenbanken prägt derzeit das Währungsgeschehen. Während die EZB Signale für eine Stabilisierung sendet, bleibt die Unsicherheit über die fiskalische Entwicklung in der Eurozone ein Belastungsfaktor.

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