Mintos hat heute den Antrag auf eine Banklizenz bei der Europäischen Zentralbank eingereicht. Die lettische Investmentplattform will damit vom reinen Marktplatz zum vollwertigen Kreditinstitut aufsteigen – und sich neue Geschäftsfelder erschließen.
Vom P2P-Marktplatz zur Bank
Vor zehn Jahren als Peer-to-Peer-Kreditmarktplatz gestartet, verwaltet Mintos heute 800 Millionen Euro für knapp 700.000 registrierte Anleger. In den letzten zwei Jahren hat das Unternehmen sein Produktangebot deutlich erweitert: Neben den ursprünglichen P2P-Krediten bietet die Plattform mittlerweile Teilanleihen, ETF-Portfolios, Immobilieninvestments und das Tagesgeldprodukt Smart Cash an.
Mit der Banklizenz könnte Mintos künftig direkt Kredite und andere Bankprodukte vergeben – bisher fungiert das Unternehmen nur als Vermittler. Zudem würde die Lizenz eine Einlagensicherung bis 100.000 Euro ermöglichen und der Plattform mehr Kontrolle über wichtige Infrastruktur wie Verwahrung und Abwicklung geben.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei EZB?
12 bis 18 Monate bis zur Entscheidung
CEO Martins Sulte bezeichnet den Schritt als strategische Entscheidung, die auf dem bestehenden regulatorischen Fundament aufbaue. Das Unternehmen ist bereits als Wertpapierfirma nach MiFID II zugelassen und wird von der lettischen Zentralbank beaufsichtigt.
Die Bearbeitungszeit durch die EZB dürfte 12 bis 18 Monate betragen. Eine Garantie für die Erteilung gibt es nicht – Mintos betont in der Mitteilung ausdrücklich, dass der Antrag der Genehmigung der Aufsichtsbehörden unterliegt.
Kapital von eigenen Nutzern
Zur Finanzierung der nächsten Wachstumsphase hat Mintos kürzlich eine Eigenkapitalrunde auf der eigenen Plattform durchgeführt. Knapp 6.000 Investoren steuerten dabei insgesamt 2,8 Millionen Euro bei. Das Geld soll neben der Vorbereitung des Banklizenz-Antrags auch in die Erweiterung des Produktangebots fließen – geplant sind unter anderem Krypto-ETPs und Einzelaktien.
EZB: Kaufen oder verkaufen?! Neue EZB-Analyse vom 17. Februar liefert die Antwort:
Die neusten EZB-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für EZB-Investoren. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 17. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
EZB: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...


