Die Europäische Zentralbank steht vor einem unerwarteten Dilemma. Während die Märkte für die kommende Sitzung fest mit unveränderten Zinsen rechnen, wächst hinter den Kulissen die Nervosität. Der Grund: Der Euro klettert auf immer neue Höhen – und das könnte die gesamte geldpolitische Strategie durcheinanderwirbeln.
Offiziell klingt aus Frankfurt noch Gelassenheit. Bundesbank-Chef Joachim Nagel betont, die Zinsen seien an einem „guten Ort“. Doch erste Signale aus dem EZB-Rat deuten auf eine mögliche Kehrtwende hin. Die Wahrscheinlichkeit einer Zinsänderung liegt zwar nahezu bei null, doch die Diskussion über die Auswirkungen der Währungsstärke wird zusehends intensiver.
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Teurer Euro, billigere Importe
Die Sorge der Notenbanker ist konkret: Ein starker Euro drückt auf die Importpreise und bremst damit die Inflation. Genau das Gegenteil von dem, was die EZB eigentlich erreichen will. Mehrere Ratsmitglieder haben bereits offen ihre Bedenken geäußert, dass die Euro-Stärke zu einer niedrigeren Inflation und möglicherweise zu einer lockereren Geldpolitik führen könnte.
Der Auslöser für diese neue Gemengelage sitzt in Washington. Die unberechenbare Wirtschaftspolitik der Trump-Administration sorgt für Verunsicherung an den Devisenmärkten. Der Dollar schwächelt, der Euro profitiert – doch für die EZB wird daraus eine Belastung.
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Märkte überdenken ihre Erwartungen
Während EUR/GBP bei 0,8660 nahezu unverändert notiert, beobachten Händler genau, wie die Währungshüter reagieren werden. Die Märkte beginnen bereits, ihre Erwartungen an künftige Zinssenkungen neu zu bewerten. Im Fokus stehen nun die anstehenden BIP- und Arbeitsmarktdaten der Eurozone, die weitere Hinweise auf die wirtschaftliche Lage liefern sollen.
Die Frage ist nicht mehr, ob die Euro-Stärke ein Problem darstellt – sondern wie groß dieses Problem bereits ist. Sollte sich der Aufwärtstrend der Gemeinschaftswährung fortsetzen, könnte die EZB gezwungen sein, früher als erwartet über eine Lockerung ihrer Geldpolitik nachzudenken. Was die Märkte derzeit als nahezu ausgeschlossen einstufen, könnte schneller zur Realität werden als gedacht.
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