EZB: Zinsen bleiben bei 2 Prozent

Die Europäische Zentralbank belässt ihre Leitzinsen bei 2 Prozent und signalisiert Stabilität für 2026. Die robuste Wirtschaftslage und rückläufige Inflation rechtfertigen den aktuellen geldpolitischen Kurs.

EZB Aktie
Kurz & knapp:
  • EZB-Leitzinsen verharren unverändert bei 2 Prozent
  • Stabile Zinspolitik für gesamtes Jahr 2026 erwartet
  • Inflation sinkt auf 1,7 Prozent im Januar
  • Euro zeigt Stärke gegenüber anderen Währungen

Die Europäische Zentralbank hat gestern ihre Leitzinsen unverändert gelassen. Der Einlagensatz verharrt bei 2 Prozent. Präsidentin Christine Lagarde betonte die robuste Verfassung der europäischen Wirtschaft und sieht derzeit keine Notwendigkeit für geldpolitische Anpassungen. Die jüngste Euro-Stärke gegenüber dem Dollar? Kein Grund zur Sorge für die Währungshüter.

Wirtschaft widerstandsfähig trotz unsicherer Zeiten

Die EZB zeichnet ein zuversichtliches Bild: Niedrige Arbeitslosigkeit, solide Bilanzen im privaten Sektor und die schrittweise Umsetzung öffentlicher Investitionsprogramme für Verteidigung und Infrastruktur stützen die Konjunktur. Dass die Inflation im Januar auf 1,7 Prozent zurückging, bereitet der Notenbank keine Kopfschmerzen. Die Entwicklung deckt sich mit den aktuellen Prognosen.

Auch die jüngsten Bewegungen am Devisenmarkt sieht die EZB gelassen. Der Euro hat in den vergangenen Wochen deutlich zugelegt – gegenüber dem Kanadischen Dollar etwa handelt das Währungspaar EUR/CAD stabil bei rund 1,6130. Zum Dollar zeigt sich der Euro ebenfalls fest, wobei gemischte Signale vom US-Arbeitsmarkt für Verunsicherung sorgen.

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Zinssenkung 2026 unwahrscheinlich

Die Analysten der Raiffeisen Bank International gehen davon aus, dass die Leitzinsen im gesamten Jahresverlauf 2026 konstant bleiben werden. Die Hürde für eine Zinssenkung erscheint hoch. Die EZB verfolgt weiterhin einen strikt datengestützten Ansatz und will sich nicht festlegen. Das globale Umfeld bleibt unsicher – ein Faktor, den Lagarde ausdrücklich hervorhob.

Die Märkte haben die Entscheidung weitgehend erwartet und entsprechend gelassen reagiert. EUR/USD handelt ohne klare Richtung, während der Kanadische Dollar durch fallende Ölpreise unter Druck steht. Investoren warten nun auf weitere Signale von anderen Zentralbanken, insbesondere von der Bank of Canada, deren Gouverneur sich noch heute äußern wird.

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Über Felix Baarz 1713 Artikel
Mit über fünfzehn Jahren Erfahrung als Wirtschaftsjournalist hat sich Felix Baarz als Experte für internationale Finanzmärkte etabliert. Seine Leidenschaft gilt den Mechanismen globaler Finanzmärkte und komplexen wirtschaftspolitischen Zusammenhängen, die er für seine Leserschaft verständlich aufbereitet.In Köln geboren und aufgewachsen, entdeckte er früh sein Interesse für Wirtschaftsthemen und internationale Entwicklungen. Nach seinem Studium startete er als Wirtschaftsredakteur bei einer renommierten deutschen Fachpublikation, bevor ihn sein Weg ins Ausland führte.Ein prägendes Kapitel seiner Karriere waren die sechs Jahre in New York, wo er direkten Einblick in die globale Finanzwelt erhielt. Die Berichterstattung von der Wall Street und über weltweite wirtschaftspolitische Entscheidungen schärfte seinen Blick für globale Zusammenhänge.Heute ist Felix Baarz als freier Journalist für führende Wirtschafts- und Finanzmedien im deutschsprachigen Raum tätig. Seine Arbeit zeichnet sich durch fundierte Recherchen und präzise Analysen aus. Er möchte nicht nur Fakten präsentieren, sondern auch deren Bedeutung erklären und seinen Lesern Orientierung bieten – sei es zu wirtschaftlichen Trends, politischen Entscheidungen oder langfristigen Veränderungen in der Finanzwelt.Zusätzlich moderiert er Diskussionen und nimmt an Expertenrunden teil, um sein Wissen einem breiteren Publikum zugänglich zu machen. Dabei liegt sein Fokus darauf, komplexe Themen informativ und inspirierend zu vermitteln. Felix Baarz versteht seine journalistische Aufgabe darin, in einer sich schnell wandelnden Welt einen klaren Blick auf wirtschaftliche Zusammenhänge zu ermöglichen und seine Leser bei fundierten Entscheidungen zu unterstützen – beruflich wie privat.