Die Europäische Zentralbank hat gestern ihre Leitzinsen unverändert gelassen. Der Einlagensatz verharrt bei 2 Prozent. Präsidentin Christine Lagarde betonte die robuste Verfassung der europäischen Wirtschaft und sieht derzeit keine Notwendigkeit für geldpolitische Anpassungen. Die jüngste Euro-Stärke gegenüber dem Dollar? Kein Grund zur Sorge für die Währungshüter.
Wirtschaft widerstandsfähig trotz unsicherer Zeiten
Die EZB zeichnet ein zuversichtliches Bild: Niedrige Arbeitslosigkeit, solide Bilanzen im privaten Sektor und die schrittweise Umsetzung öffentlicher Investitionsprogramme für Verteidigung und Infrastruktur stützen die Konjunktur. Dass die Inflation im Januar auf 1,7 Prozent zurückging, bereitet der Notenbank keine Kopfschmerzen. Die Entwicklung deckt sich mit den aktuellen Prognosen.
Auch die jüngsten Bewegungen am Devisenmarkt sieht die EZB gelassen. Der Euro hat in den vergangenen Wochen deutlich zugelegt – gegenüber dem Kanadischen Dollar etwa handelt das Währungspaar EUR/CAD stabil bei rund 1,6130. Zum Dollar zeigt sich der Euro ebenfalls fest, wobei gemischte Signale vom US-Arbeitsmarkt für Verunsicherung sorgen.
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Zinssenkung 2026 unwahrscheinlich
Die Analysten der Raiffeisen Bank International gehen davon aus, dass die Leitzinsen im gesamten Jahresverlauf 2026 konstant bleiben werden. Die Hürde für eine Zinssenkung erscheint hoch. Die EZB verfolgt weiterhin einen strikt datengestützten Ansatz und will sich nicht festlegen. Das globale Umfeld bleibt unsicher – ein Faktor, den Lagarde ausdrücklich hervorhob.
Die Märkte haben die Entscheidung weitgehend erwartet und entsprechend gelassen reagiert. EUR/USD handelt ohne klare Richtung, während der Kanadische Dollar durch fallende Ölpreise unter Druck steht. Investoren warten nun auf weitere Signale von anderen Zentralbanken, insbesondere von der Bank of Canada, deren Gouverneur sich noch heute äußern wird.
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