Der oberösterreichische Luftfahrtzulieferer FACC verzeichnet am heutigen Dienstag einen deutlichen Kurszuwachs. Nachdem das Papier gestern noch bei 15,12 Euro aus dem Handel gegangen war, legte es heute um 5,7 Prozent zu und notiert aktuell bei 15,98 Euro. Damit setzt die Aktie ihre positive Dynamik fort, die insbesondere durch die am Mittwoch vergangener Woche veröffentlichten Halbjahreszahlen und einen konkretisierten Ausblick gestützt wird.

Starke Ergebnisentwicklung im ersten Halbjahr

In den ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahres konnte das Unternehmen seinen Wachstumskurs festigen. Medienberichten zufolge stieg der Umsatz im ersten Halbjahr 2026 um 8,6 Prozent auf 526,35 Millionen Euro.

Besonders deutlich fiel die Verbesserung beim operativen Ergebnis aus: Das EBIT kletterte um 38 Prozent auf 25,3 Millionen Euro. Damit erreichte FACC eine EBIT-Marge von 4,8 Prozent, was die gesteigerte Effizienz in der Produktion unterstreicht.

Im zweiten Quartal allein erwirtschaftete der Konzern einen Umsatz von 268,17 Millionen Euro. Damit lag dieser Wert über dem Vorjahreszeitraum, in dem 253,71 Millionen Euro erzielt wurden.

Der Nettogewinn für das gesamte erste Halbjahr belief sich auf 15,03 Millionen Euro, was eine deutliche Steigerung gegenüber den 9,83 Millionen Euro des Vorjahreszeitraums darstellt. Das Ergebnis je Aktie verbesserte sich in diesem Zeitraum von 0,21 Euro auf 0,33 Euro.

Konkretisierte Ziele für das Gesamtjahr

Auf Basis dieser stabilen Geschäftsentwicklung hat die Unternehmensleitung ihre Prognose für das Gesamtjahr 2026 präzisiert. FACC erwartet nun ein Umsatzwachstum zwischen 10 und 15 Prozent. Damit würde das Unternehmen erstmals in seiner Geschichte die Marke von einer Milliarde Euro Jahresumsatz überschreiten. Auch bei der Profitabilität zeigt sich das Management zuversichtlich und strebt eine EBIT-Marge in einer Spanne von 5,25 bis 6,25 Prozent an.

Dieser Optimismus gründet sich unter anderem auf einer hohen Nachfrage im zivilen Luftfahrtsektor und neuen Aufträgen. So sicherte sich der Konzern zuletzt einen Kabinenauftrag des Herstellers Embraer.

Zudem wurde das Unternehmen zum dritten Mal in Folge als bester Zulieferer des Jahres ausgezeichnet, was die Positionierung im globalen Markt festigt. Um dem erwarteten Wachstum gerecht zu werden, wurde zudem der Personalstand auf 4.017 Vollzeitäquivalente leicht erhöht.

Investitionen in die künftige Kapazität

Um die langfristigen Ziele zu erreichen, setzt FACC auf einen massiven Ausbau seiner Infrastruktur. Ein zentraler Baustein ist die Investition in das neue Werk im oberösterreichischen St. Martin. Das Projekt umfasst ein Volumen von 120 Millionen Euro. Parallel dazu fließen weitere 6,0 Millionen Euro in die Digitalisierung und Automatisierung der bestehenden Fertigungsprozesse, um die Wettbewerbsfähigkeit zu sichern.

An der Börse wird die Entwicklung des Zulieferers derzeit wohlwollend begleitet. Mit dem aktuellen Kurs von 15,98 Euro notiert der Anteilsschein rund 14 Prozent über dem gleitenden 200-Tage-Durchschnitt von 13,99 Euro. Dies unterstreicht den mittelfristigen Aufwärtstrend des Titels, der seit Beginn des Jahres bereits um 40 Prozent an Wert gewonnen hat. Trotz der heutigen Erholung bleibt ein Abstand zum 52-Wochen-Hoch, das Anfang Juli bei 19,70 Euro markiert wurde.