Der oberösterreichische Luftfahrtzulieferer FACC blickt auf zwei Jahrzehnte eigener Präsenz auf dem nordamerikanischen Kontinent zurück. Am Montag vermeldete das Unternehmen das 20-jährige Bestehen seiner kanadischen Niederlassung. Was einst als reine Projektunterstützung für einen Großkunden begann, hat sich zu einem festen Produktionspfeiler im internationalen Verbund entwickelt.
Entwicklung in Nordamerika
Die kanadische Tochtergesellschaft nahm im Jahr 2006 ihren Betrieb auf. Ursprünglich diente der Standort der direkten Unterstützung des Flugzeugherstellers Bombardier. Über die Jahre wuchs die Einheit schrittweise über diesen ursprünglichen Auftrag hinaus.
Heute fungiert der Standort als eigenständige Produktionsstätte mit mehr als 80 Beschäftigten. Gefertigt werden dort komplexe Flugzeugstrukturen sowie moderne Kabinenausstattungen für die nordamerikanische Luftfahrtindustrie. Die Niederlassung deckt damit zentrale Produktbereiche des Konzerns direkt vor Ort ab. FACC bedient von dort aus Kunden in einem der wichtigsten Luftfahrtmärkte weltweit ohne lange Transportwege für die Endmontage.
Kapazitätsausbau im europäischen Werk
Der Ausbau in Übersee ergänzt die zeitgleich vorangetriebene Erweiterung der europäischen Fertigungskapazitäten. Erst am 23. September eröffnete FACC eine Werkserweiterung am Standort Jakovlje in Kroatien. Dort investierte das Unternehmen insgesamt 36 Millionen Euro in den Ausbau der Fertigung.
Durch diese Maßnahme verdreifachte der Luftfahrtzulieferer die dortige Produktionsfläche. Der kroatische Standort zählt inzwischen über 500 Beschäftigte und übernimmt eine tragende Rolle bei der Abarbeitung der bestehenden Auftragsbestände. Beide Schritte verdeutlichen die Strategie, Kernkompetenzen auf mehrere spezialisierte Standorte zu verteilen.
Kursentwicklung an der Börse
An den Kapitalmärkten zeigt sich das Papier nach einer dynamischen Phase gefestigt. Am gestrigen Mittwoch notierte die Aktie zum Handelsschluss bei 15,70 Euro. Trotz kurzfristiger Schwankungen im Monatsverlauf verzeichnet der Titel seit Jahresbeginn einen Kurszuwachs von 38 Prozent.
Die jüngsten Meldungen zu den operativen Fortschritten in Kanada und Kroatien lieferten zwar keinen unmittelbaren Impuls für neue Höchststände, untermauern jedoch das anhaltende Wachstum der weltweiten Produktionsinfrastruktur.
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