Die Facc-Aktie kennt derzeit nur eine Richtung. Am Mittwoch markierte das Papier mit 18,66 Euro ein neues 52-Wochen-Hoch. Damit kletterte der Wert seit Jahresbeginn um rund 61 Prozent nach oben.

Umsatzrekord durch Airbus-Partnerschaft

Der österreichische Luftfahrtzulieferer profitiert von der hohen Taktzahl der großen Flugzeugbauer. Im Geschäftsjahr 2025 erzielte Facc einen Rekordumsatz von 984,4 Millionen Euro. Ein Meilenstein war die Auslieferung des 2.000sten Sharklet-Shipsets für Airbus.

Besonders die Abhängigkeit vom europäischen Branchenprimus prägt das Geschäft. Rund 46 Prozent des Gesamtumsatzes entfallen auf Airbus. Die A320-Familie steuert dabei allein über 37 Prozent zum Erfolg bei.

Kursziel fast erreicht

Die operative Stärke spiegelt sich unmittelbar im Aktienkurs wider. Mit dem aktuellen Stand von 18,64 Euro liegt das Papier fast punktgenau auf dem Niveau, das Analysten erwarten. Die Erste Group setzte das Kursziel im Juni auf 18,70 Euro fest.

Parallel dazu diversifiziert Facc seinen Kundenstamm weiter. Neben Airbus liefert der Konzern wichtige Strukturkomponenten an Boeing und Embraer. Für den brasilianischen Partner fertigt Facc unter anderem komplette Kabinenausstattungen für Business-Jets.

Technische Warnsignale trotz Momentum

Trotz der starken Performance mehren sich die Anzeichen für eine kurzfristige Überhitzung. Der Relative-Stärke-Index (RSI) liegt mit 69,8 fast im überkauften Bereich. Anleger müssen zudem mit einer hohen Schwankungsbreite rechnen.

Der Kurs notiert aktuell rund 52 Prozent über dem 200-Tage-Durchschnitt von 12,24 Euro. Diese massive Abweichung deutet auf ein extremes Momentum hin, birgt aber auch Rückschlagrisiken.

In den kommenden Wochen liegt der Fokus auf der Bestätigung der Expansionsziele. Das Management stützt sich dabei auf ein volles Auftragsbuch, das alle Segmente der zivilen Luftfahrt abdeckt.