Die US-Notenbank Fed hält ihre Leitzinsen vorerst stabil, und der Euro reagiert mit Kursgewinnen. Nach den ersten Worten von Fed-Präsident Kevin Warsh stieg die Gemeinschaftswährung in der Spitze bis auf 1,1169 Dollar. Zuvor hatte der Kurs im Tagestief mit 1,1113 Dollar noch das Niveau seines Tiefs seit Mai 2025 markiert.
Zuletzt notierte der Euro bei 1,1152 Dollar. Die Zinspause der US-Währungshüter verschaffte der europäischen Währung damit eine spürbare Gegenbewegung.
Signale für eine weitere Straffung im Dezember
Die Währungshüter beließen den Leitzins in der Spanne von 3,75 bis 4,00 Prozent. Zuvor hatte es Mitte September die erste Zinserhöhung seit Jahren gegeben. Eine überwältigende Mehrheit der Fed-Mitglieder signalisierte allerdings die Bereitschaft für einen weiteren Zinsschritt vor dem Jahresende.
An den Märkten stößt diese Haltung auf breite Erwartung. Eine weitere Zinsanhebung im Dezember war laut Marktbeobachter Thomas Altmann von QC Partners zuletzt bereits mit einer Wahrscheinlichkeit von 90 Prozent eingepreist.
EZB-Entscheid und Anleihemärkte
Wirtschaftsdaten lieferten am Mittwoch keine neuen Impulse für das Marktgeschehen. Bereits am Donnerstag folgt mit dem Zinsentscheid der Europäischen Zentralbank das nächste Notenbankereignis für die Gemeinschaftswährung. Volkswirte rechnen dort überwiegend mit unveränderten Leitzinsen und erwarten eine Anhebung erst im Dezember.
Parallel dazu bleibt die schwierige Lage am französischen Anleihemarkt bestimmend für das Umfeld der europäischen Gemeinschaftswährung. Der Zinsentscheid am Donnerstag dürfte zeigen, wie sich die europäischen Währungshüter vor der Dezembersitzung positionieren.


