FedEx macht ernst mit seiner Europa-Expansion: Gemeinsam mit der Private-Equity-Gesellschaft Advent übernimmt der US-Logistikkonzern den polnischen Paketschließfach-Betreiber InPost für 7,8 Milliarden Euro. Die am Montag verkündete Übernahme markiert einen strategischen Wendepunkt für FedEx‘ B2C-Geschäft auf dem europäischen Kontinent.
Konsortium sichert sich Zugriff auf 61.000 Paketautomaten
Das Konsortium aus Advent (37 Prozent), FedEx (37 Prozent), InPost-CEO Rafal Brzoska (16 Prozent) und der tschechischen PPF-Gruppe (10 Prozent) zahlt 15,60 Euro je Aktie. Das entspricht einem Aufschlag von 50 Prozent auf den Schlusskurs vom 2. Januar. Aktionäre, die rund 48 Prozent der Anteile halten, haben ihre Unterstützung bereits zugesagt.
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InPost betreibt nach eigenen Angaben über 61.000 automatisierte Paketschließfächer in neun europäischen Ländern, darunter Polen, Großbritannien, Frankreich und Spanien. 2025 wickelte das Unternehmen 1,4 Milliarden Paketsendungen ab. Seit dem Börsengang 2021 in Amsterdam kämpfte die Aktie allerdings mit der Skepsis der Investoren – die massiven Expansionsinvestitionen drückten auf die Profitabilität.
FedEx erschließt Last-Mile-Netzwerk
Für FedEx eröffnet der Deal direkten Zugang zu InPosts Out-of-Home-Infrastruktur. Nach Abschluss der Transaktion werden beide Unternehmen kommerzielle Vereinbarungen treffen, die es FedEx ermöglichen, sein globales Netzwerk mit 225 Millionen Empfängern mit InPosts Schließfach-System zu verbinden. Die Gesellschaften bleiben jedoch unabhängige Wettbewerber und integrieren ihre Geschäfte nicht.
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FedEx-CEO Raj Subramaniam betonte, die Investition spiegele den disziplinierten Ansatz des Konzerns bei der Kapitalallokation wider. Der Deal zielt darauf ab, die Rentabilität der europäischen B2C-Aktivitäten zu verbessern – ein Bereich, in dem FedEx traditionell schwächer aufgestellt ist als die Konkurrenz.
Die Transaktion steht unter dem Vorbehalt üblicher Bedingungen, darunter eine Mindestannahmequote von 80 Prozent und kartellrechtliche Freigaben. InPost wird seinen Hauptsitz in Polen behalten und unter dem jetzigen Namen weitergeführt. Der Abschluss wird für die zweite Jahreshälfte 2026 erwartet. An den europäischen Börsen reagierten Anleger positiv – die FedEx-Aktie profitierte im Zuge der allgemeinen Markterholung am Montag von nachlassenden Tech-Sorgen.
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