FedEx Aktie: Milliarden-Deal besiegelt

FedEx sichert sich mit einem Konsortium um Advent den Zugang zu über 61.000 europäischen Paketautomaten. Die Übernahme soll die B2C-Rentabilität des Logistikriesen stärken.

FedEx Aktie
Kurz & knapp:
  • Konsortium zahlt 15,60 Euro je InPost-Aktie
  • Zugriff auf europaweites Paketschließfach-Netzwerk
  • Strategischer Schritt für FedEx' B2C-Geschäft
  • Transaktionsabschluss für 2026 erwartet

FedEx macht ernst mit seiner Europa-Expansion: Gemeinsam mit der Private-Equity-Gesellschaft Advent übernimmt der US-Logistikkonzern den polnischen Paketschließfach-Betreiber InPost für 7,8 Milliarden Euro. Die am Montag verkündete Übernahme markiert einen strategischen Wendepunkt für FedEx‘ B2C-Geschäft auf dem europäischen Kontinent.

Konsortium sichert sich Zugriff auf 61.000 Paketautomaten

Das Konsortium aus Advent (37 Prozent), FedEx (37 Prozent), InPost-CEO Rafal Brzoska (16 Prozent) und der tschechischen PPF-Gruppe (10 Prozent) zahlt 15,60 Euro je Aktie. Das entspricht einem Aufschlag von 50 Prozent auf den Schlusskurs vom 2. Januar. Aktionäre, die rund 48 Prozent der Anteile halten, haben ihre Unterstützung bereits zugesagt.

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InPost betreibt nach eigenen Angaben über 61.000 automatisierte Paketschließfächer in neun europäischen Ländern, darunter Polen, Großbritannien, Frankreich und Spanien. 2025 wickelte das Unternehmen 1,4 Milliarden Paketsendungen ab. Seit dem Börsengang 2021 in Amsterdam kämpfte die Aktie allerdings mit der Skepsis der Investoren – die massiven Expansionsinvestitionen drückten auf die Profitabilität.

FedEx erschließt Last-Mile-Netzwerk

Für FedEx eröffnet der Deal direkten Zugang zu InPosts Out-of-Home-Infrastruktur. Nach Abschluss der Transaktion werden beide Unternehmen kommerzielle Vereinbarungen treffen, die es FedEx ermöglichen, sein globales Netzwerk mit 225 Millionen Empfängern mit InPosts Schließfach-System zu verbinden. Die Gesellschaften bleiben jedoch unabhängige Wettbewerber und integrieren ihre Geschäfte nicht.

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FedEx-CEO Raj Subramaniam betonte, die Investition spiegele den disziplinierten Ansatz des Konzerns bei der Kapitalallokation wider. Der Deal zielt darauf ab, die Rentabilität der europäischen B2C-Aktivitäten zu verbessern – ein Bereich, in dem FedEx traditionell schwächer aufgestellt ist als die Konkurrenz.

Die Transaktion steht unter dem Vorbehalt üblicher Bedingungen, darunter eine Mindestannahmequote von 80 Prozent und kartellrechtliche Freigaben. InPost wird seinen Hauptsitz in Polen behalten und unter dem jetzigen Namen weitergeführt. Der Abschluss wird für die zweite Jahreshälfte 2026 erwartet. An den europäischen Börsen reagierten Anleger positiv – die FedEx-Aktie profitierte im Zuge der allgemeinen Markterholung am Montag von nachlassenden Tech-Sorgen.

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Über Felix Baarz 1724 Artikel
Mit über fünfzehn Jahren Erfahrung als Wirtschaftsjournalist hat sich Felix Baarz als Experte für internationale Finanzmärkte etabliert. Seine Leidenschaft gilt den Mechanismen globaler Finanzmärkte und komplexen wirtschaftspolitischen Zusammenhängen, die er für seine Leserschaft verständlich aufbereitet.In Köln geboren und aufgewachsen, entdeckte er früh sein Interesse für Wirtschaftsthemen und internationale Entwicklungen. Nach seinem Studium startete er als Wirtschaftsredakteur bei einer renommierten deutschen Fachpublikation, bevor ihn sein Weg ins Ausland führte.Ein prägendes Kapitel seiner Karriere waren die sechs Jahre in New York, wo er direkten Einblick in die globale Finanzwelt erhielt. Die Berichterstattung von der Wall Street und über weltweite wirtschaftspolitische Entscheidungen schärfte seinen Blick für globale Zusammenhänge.Heute ist Felix Baarz als freier Journalist für führende Wirtschafts- und Finanzmedien im deutschsprachigen Raum tätig. Seine Arbeit zeichnet sich durch fundierte Recherchen und präzise Analysen aus. Er möchte nicht nur Fakten präsentieren, sondern auch deren Bedeutung erklären und seinen Lesern Orientierung bieten – sei es zu wirtschaftlichen Trends, politischen Entscheidungen oder langfristigen Veränderungen in der Finanzwelt.Zusätzlich moderiert er Diskussionen und nimmt an Expertenrunden teil, um sein Wissen einem breiteren Publikum zugänglich zu machen. Dabei liegt sein Fokus darauf, komplexe Themen informativ und inspirierend zu vermitteln. Felix Baarz versteht seine journalistische Aufgabe darin, in einer sich schnell wandelnden Welt einen klaren Blick auf wirtschaftliche Zusammenhänge zu ermöglichen und seine Leser bei fundierten Entscheidungen zu unterstützen – beruflich wie privat.