Auf der Hauptversammlung von Ferrari haben die Aktionäre den Weg für eine massive Kapitalrückführung freigemacht. Insgesamt 640 Millionen Euro fließen in den kommenden Wochen an die Investoren. Parallel dazu offenbart der Luxusautobauer auf der Rennstrecke ein handfestes technisches Defizit, das die Scuderia unter Zugzwang setzt.
An der Börse kommt das finanzielle Gesamtpaket gut an. Die Aktie kletterte am Donnerstag um 2,53 Prozent auf 307,60 Euro und überwand damit die 50-Tage-Linie bei 299,55 Euro. Auf 12-Monats-Sicht steht allerdings noch ein Minus von rund 19 Prozent auf der Kurstafel.
Stichtag für die Dividende rückt näher
Aktionäre erhalten für das abgelaufene Geschäftsjahr eine Bardividende von 3,615 Euro je Stammaktie. Für Investoren ist nun das Timing entscheidend. Die Papiere werden ab dem 20. April an der Euronext Mailand und ab dem 21. April an der New York Stock Exchange ex-Dividende gehandelt. Die tatsächliche Auszahlung erfolgt am 5. Mai.
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Flankiert wird die Ausschüttung von einem laufenden Aktienrückkaufprogramm. Ferrari hat die erste Tranche über 250 Millionen Euro Anfang April abgeschlossen. Dabei nahm das Unternehmen gut 850.000 Papiere vom Markt. Nun startet direkt die zweite Phase mit demselben Volumen, die bis spätestens Ende August laufen soll. Langfristig plant das Management aus Maranello, bis zum Jahr 2030 eigene Aktien im Wert von rund 3,5 Milliarden Euro zurückzukaufen.
Motoren-Defizit in der Formel 1
Abseits des Finanzkalenders sorgt die Motorsportabteilung für gemischte Gefühle. Teamchef Fred Vasseur räumte öffentlich ein, dass der aktuelle Formel-1-Bolide SF-26 deutlich hinter Mercedes zurückliegt. Zwar stand Ferrari in den ersten drei Rennen der Saison jeweils auf dem Podium. Das Auto glänzt in mittelschnellen und schnellen Kurven mit starker Aerodynamik und hohem mechanischen Grip.
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Allerdings fehlt es auf den Geraden an Leistung. Experten schätzen den Rückstand der Antriebseinheit auf rund 20 PS. Ein anstehender Filmtag in Monza soll nun Abhilfe schaffen. Auf der italienischen Hochgeschwindigkeitsstrecke spult das Team 200 Testkilometer ab, um das Energiemanagement des Motors unter realen Bedingungen zu optimieren.
Im Juni fällt in Monaco eine wichtige sportliche Entscheidung. Dann legt die FIA fest, ob Ferrari für das sogenannte ADUO-Programm (Additional Development and Upgrade Opportunities) qualifiziert ist. Der offensichtliche Leistungsrückstand der Motoren macht eine Genehmigung für zusätzliche Upgrades wahrscheinlich. Finanziell bleibt der Fokus derweil auf dem 5. Mai, wenn die beschlossene Millionen-Dividende auf den Konten der Aktionäre verbucht wird.
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