Ferrari Aktie: Rückkauf fast abgeschlossen

Ferrari hat den Großteil der ersten Rückkauf-Tranche abgeschlossen und bereitet sich auf die Hauptversammlung vor, während das langfristige Programm bis 2030 läuft.

Ferrari Aktie
Kurz & knapp:
  • Erste Rückkauf-Tranche zu 93 Prozent ausgeschöpft
  • Hauptversammlung mit Dividendenbeschluss steht an
  • Langfristiges Rückkaufvolumen von 3,5 Milliarden Euro
  • US-Importzölle als Herausforderung für Margen

Ferrari hat am 7. April 2026 den aktuellen Stand seines Aktienrückkaufprogramms veröffentlicht — und die Zahlen zeigen: Die erste Tranche ist nahezu ausgeschöpft. Das Timing ist kein Zufall, denn in wenigen Tagen treffen sich die Aktionäre zur Hauptversammlung in Amsterdam.

Erste Tranche kurz vor dem Abschluss

Von den 250 Millionen Euro der ersten Tranche hat Ferrari bereits rund 232 Millionen Euro eingesetzt — verteilt auf Käufe an der Euronext Milan und der New York Stock Exchange. Allein in der Woche vom 30. März bis 2. April erwarb das Unternehmen weitere 51.193 Aktien für knapp 14,8 Millionen Euro.

Die erste Tranche war im Dezember 2025 angekündigt worden und ist nur der Auftakt eines deutlich größeren Vorhabens: Bis 2030 plant Ferrari Rückkäufe im Gesamtvolumen von rund 3,5 Milliarden Euro. Damit hält das Unternehmen inzwischen 17,4 Millionen eigene Aktien — das entspricht rund 9 Prozent des ausgegebenen Grundkapitals.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Ferrari?

Hauptversammlung und Dividende

Am 15. April 2026 findet die Hauptversammlung in Amsterdam statt. Auf der Tagesordnung steht unter anderem eine Dividende von 3,615 Euro je Aktie, was einem Gesamtvolumen von rund 640 Millionen Euro entspricht. Wird sie genehmigt, erfolgt die Zahlung am 5. Mai 2026 — dem gleichen Tag, an dem Ferrari seine Ergebnisse für das erste Quartal 2026 vorlegt.

US-Zölle als Unsicherheitsfaktor

Ferraris Kapitalrückführungsprogramm läuft vor einem schwierigen makroökonomischen Hintergrund. Alle Fahrzeuge werden ausschließlich im Werk Maranello in Italien produziert — eine Verlagerung in die USA, um US-Importzöllen auszuweichen, ist damit keine Option. Die USA sind jedoch Ferraris größter Einzelmarkt und nehmen rund ein Viertel der Auslieferungen ab.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Ferrari?

Analysten sehen das Unternehmen dennoch in einer komfortablen Position: Der Auftragsbestand ist groß, Stornierungen selten. Das spricht für eine Preissetzungsmacht, die es Ferrari ermöglichen dürfte, höhere Kosten an die Käufer weiterzugeben.

Die Q1-Zahlen am 5. Mai werden zeigen, wie stark die Zölle tatsächlich auf die Marge durchschlagen — und wie der Hochlauf des F80-Supersportwagens zur Umsatzentwicklung beiträgt. Für das Gesamtjahr 2026 erwartet Ferrari weiteres Wachstum, vier neue Modelleinführungen und trotz Gegenwinds durch Währungseffekte von 200 Millionen Euro eine effektive Steuerquote von 23 Prozent.

Ferrari-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Ferrari-Analyse vom 8. April liefert die Antwort:

Die neusten Ferrari-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Ferrari-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 8. April erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Ferrari: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Diskussion zu Ferrari

Über Felix Baarz 3091 Artikel
Mit über fünfzehn Jahren Erfahrung als Wirtschaftsjournalist hat sich Felix Baarz als Experte für internationale Finanzmärkte etabliert. Seine Leidenschaft gilt den Mechanismen globaler Finanzmärkte und komplexen wirtschaftspolitischen Zusammenhängen, die er für seine Leserschaft verständlich aufbereitet.In Köln geboren und aufgewachsen, entdeckte er früh sein Interesse für Wirtschaftsthemen und internationale Entwicklungen. Nach seinem Studium startete er als Wirtschaftsredakteur bei einer renommierten deutschen Fachpublikation, bevor ihn sein Weg ins Ausland führte.Ein prägendes Kapitel seiner Karriere waren die sechs Jahre in New York, wo er direkten Einblick in die globale Finanzwelt erhielt. Die Berichterstattung von der Wall Street und über weltweite wirtschaftspolitische Entscheidungen schärfte seinen Blick für globale Zusammenhänge.Heute ist Felix Baarz als freier Journalist für führende Wirtschafts- und Finanzmedien im deutschsprachigen Raum tätig. Seine Arbeit zeichnet sich durch fundierte Recherchen und präzise Analysen aus. Er möchte nicht nur Fakten präsentieren, sondern auch deren Bedeutung erklären und seinen Lesern Orientierung bieten – sei es zu wirtschaftlichen Trends, politischen Entscheidungen oder langfristigen Veränderungen in der Finanzwelt.Zusätzlich moderiert er Diskussionen und nimmt an Expertenrunden teil, um sein Wissen einem breiteren Publikum zugänglich zu machen. Dabei liegt sein Fokus darauf, komplexe Themen informativ und inspirierend zu vermitteln. Felix Baarz versteht seine journalistische Aufgabe darin, in einer sich schnell wandelnden Welt einen klaren Blick auf wirtschaftliche Zusammenhänge zu ermöglichen und seine Leser bei fundierten Entscheidungen zu unterstützen – beruflich wie privat.