Ferrari hat am 7. April 2026 den aktuellen Stand seines Aktienrückkaufprogramms veröffentlicht — und die Zahlen zeigen: Die erste Tranche ist nahezu ausgeschöpft. Das Timing ist kein Zufall, denn in wenigen Tagen treffen sich die Aktionäre zur Hauptversammlung in Amsterdam.
Erste Tranche kurz vor dem Abschluss
Von den 250 Millionen Euro der ersten Tranche hat Ferrari bereits rund 232 Millionen Euro eingesetzt — verteilt auf Käufe an der Euronext Milan und der New York Stock Exchange. Allein in der Woche vom 30. März bis 2. April erwarb das Unternehmen weitere 51.193 Aktien für knapp 14,8 Millionen Euro.
Die erste Tranche war im Dezember 2025 angekündigt worden und ist nur der Auftakt eines deutlich größeren Vorhabens: Bis 2030 plant Ferrari Rückkäufe im Gesamtvolumen von rund 3,5 Milliarden Euro. Damit hält das Unternehmen inzwischen 17,4 Millionen eigene Aktien — das entspricht rund 9 Prozent des ausgegebenen Grundkapitals.
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Hauptversammlung und Dividende
Am 15. April 2026 findet die Hauptversammlung in Amsterdam statt. Auf der Tagesordnung steht unter anderem eine Dividende von 3,615 Euro je Aktie, was einem Gesamtvolumen von rund 640 Millionen Euro entspricht. Wird sie genehmigt, erfolgt die Zahlung am 5. Mai 2026 — dem gleichen Tag, an dem Ferrari seine Ergebnisse für das erste Quartal 2026 vorlegt.
US-Zölle als Unsicherheitsfaktor
Ferraris Kapitalrückführungsprogramm läuft vor einem schwierigen makroökonomischen Hintergrund. Alle Fahrzeuge werden ausschließlich im Werk Maranello in Italien produziert — eine Verlagerung in die USA, um US-Importzöllen auszuweichen, ist damit keine Option. Die USA sind jedoch Ferraris größter Einzelmarkt und nehmen rund ein Viertel der Auslieferungen ab.
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Analysten sehen das Unternehmen dennoch in einer komfortablen Position: Der Auftragsbestand ist groß, Stornierungen selten. Das spricht für eine Preissetzungsmacht, die es Ferrari ermöglichen dürfte, höhere Kosten an die Käufer weiterzugeben.
Die Q1-Zahlen am 5. Mai werden zeigen, wie stark die Zölle tatsächlich auf die Marge durchschlagen — und wie der Hochlauf des F80-Supersportwagens zur Umsatzentwicklung beiträgt. Für das Gesamtjahr 2026 erwartet Ferrari weiteres Wachstum, vier neue Modelleinführungen und trotz Gegenwinds durch Währungseffekte von 200 Millionen Euro eine effektive Steuerquote von 23 Prozent.
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